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Dienstag, 7. März 2017

Gespenster-Krimi 3: Hollywood-Horror

Gespenster-Krimi Folge 3 (2015): Hollywood Horror nach einem Roman von Earl Warren
In den 50er Jahren versetzt der Serienmörder Gordon Gloom ganz Amerika in Angst und Schrecken. In der Gegenwart entschließt sich ein schmieriger Filmproduzent, aus Glooms Gräueltaten einen billigen Slasherfilm zu machen. Gloom soll von dem aufstrebenden Jungschauspieler Rich Swann gespielt werden. Der ist mit seiner Rolle ganz und gar nicht zufrieden. Das ist aber bald sein geringstes Problem, als plötzlich der echte Gloom quicklebendig am Set auftaucht, den Maskenbildner am Set umbringt, und - da Swann mit seiner Maske genauso aussieht wie er - den Mord dem jungen Schauspieler in die Schuhe schiebt. Swann gelingt es zu entkommen, aber nun sind die Polizei und ein satanistischer Serienkiller hinter ihm her...

Hollywood-Horror
Na dann, willkommen bei einer neuen Folge Geister-Schocker, äh... Dreamland Grusel, quatsch, wieder falsch....ach ja, Gespenster-Krimi! Diese ganzen Gruselserien, die mit ihrer Umsetzung von alten Stoffen auf die Nostalgie der Fans schielen, werden auch immer austauschbarer. So gesehen könnte "Hollywood-Horror" genauso gut in jeder dieser Reihen erschienen sein, ohne groß aufzufallen. Versteht mich nicht falsch: Das ist alles sehr gt produziert und von den SprecherInnen gar nicht schlecht gespielt. Es ist nur einfach stinklangweilig, wenn eine (zu diesem Zeitpunkt) noch neue Hörspielserie so komplett ohne jede Risikofreude daherkommt und sich nur auf von anderen längst ausgetretenen Pfaden bewegt. So hat man bei der hier erzählten Geschichte stets das Gefühl, das alles schon tausendmal (und meistens besser) gehört zu haben, Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Ein tumber Mörder meuchelt sich durch eine noch tumbere Schar von Protagonisten. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Ausgangsprämisse von erlesener Dummheit ist. Da sollen wir tatsächlich schlucken, dass der Maskenbildner des Films Glooms Aussehen so perfekt getroffen hat, dass nicht einmal er ihn vom echten Gloom unterscheiden kann. Der taucht natürlich genau im richtigen Moment im Wohnwagen des Mannes auf (wie ist er ohne Aufsehen zu erregen dort hineingelangt?) und natürlich gehen alle sofort davon aus, dass Rich der Mörder ist. Dazu hätte ich eine Frage: Warum eigentlich? Klar, durch das Makeup sehen sie beide gleich aus, aber wenn Gloom so bekannt ist, dass seine Taten über 60 Jahre später noch verfilmt werden, könnte genauso gut ein anderer Irrer in Verkleidung der Täter sein. Trotzdem schalten Swanns Kollegen sofort in den Lynchmob-Modus und sind in Nullkommanix in ihrer Mordlust nicht mehr von Gloom zu unterscheiden. Das ist einfach nur unglabwürdig.

Kein großes Kino
Schade, davon habe ich mir mehr erwartet. Hollywood-Horror ist ein 08/15-Hörspiel, das keine Sekunde lang vom Standardprogramm abweicht und einfach nur alles nach Schema F abspult. ich bin gelinde gesagt enttäuscht.

Freitag, 11. März 2016

Geister-Schocker Folge 60: Hostile Area

Amoxx Bloodshed und seine Freundin Little Bit Crazy sind Gamer-Legenden. Gemeinsam mit zwei anderen Testspielern und einer Journalistin werden sie dazu eingeladen, das Spiel "Hostile Area" zu testen. "Hostile Area ist eine völlig neue Art von Spiel: Es "beamt" die Teilnehmer in eine virtuelle Umgebung, in der sie - ohne Hilfe von außen - gegen Vampire (oder besser gesagt: Vampir-Roboter) kämpfen müssen. Was als harmloses Ballerspiel beginnt, wird schon bald blutiger Ernst: Die Vampire werden immer mehr und der Tod der anderen Spieler ist so realistisch, dass schon bald Zweifel daran aufkommen, ob in dem Spiel alles richtig läuft. Da das Spiel auf keinerlei Kommandos der Spieler reagiert (es meldet sich auf den entsprechenden Befehl hin keiner der Verantwortlichen bei den Spielern), bleibt Amoxx und den letzten Überlebenden nur eine Option: Sie müssen den Endgegner besiegen, um das Spiel zu beenden. Im Weg stehen ihnen dabei ein paar hundert blutdurstige Vampir-Roboter...

Hostile Area von Romantruhe
Da hat jemand wohl Westworld gesehen und für gut befunden. "Hostile Area" bedient sich der Grundelemente von Yul Brynners Film, kombiniert sie mit Vampiren und einer Handlung, über die man am besten keine Sekunde lang nachdenken sollte, ein Loch in der Logik folgt dem nächsten. Zeit darüber nachzudenken hat man beim Hören allerdings keine: Alle fünf Minuten fliegt irgendwo irgendwas in die Luft oder es greifen Horden von Vampiren an, die unsere Helden in der Luft zerreißen wollen. Und genau deshalb macht die ganze Sache ja gerade so viel Spaß.
"Hostile Area" ist in mehreren Punkten untypisch für die "Geister-Schocker"-Reihe von Romantruhe Audio. Erstens ist das Cyber-Western-Setting ein echtes Novum innerhalb der Reihe, die sich sonst eher auf klassische Geistergeschichten verlässt. Zweitens - und das ist der weit größere Unterschied - setzt Bodo Traber weniger auf Grusel, sondern vielmehr auf brachiale Actionszenen, wenn tausende Untote von den Protagonisten mit Maschinengewehren niedergemäht werden. Mit der Vampirmythologie nimmt man es bei "Hostile Area" nicht besonders genau. So ist man in einer Kirche zwar vor Vampiren sicher, Holzpfähle oder Knoblauch kommen aber im ganzen Hörspiel nicht zum Einsatz. Da Schusswaffen hier aber genauso wirkungsvoll sind, ist das wohl ohnehin egal.
Bei einem Action-Hörspiel kommt es natürlich auch auf die Soundkulisse an. Die ist in "Hostile Area" vom Feinsten. Bei den Kampfszenen hat man das Gefühl, selbst mitten im Geschehen zu sein und beim Showdown hebt es einen regelrecht aus dem Sessel. Die Sprecherinnen und Sprecher machen ihre Sache sehr gut, auch wenn man sagen muss, dass ihnen hier nicht gerade thespische Großleistungen abverlangt werden. Aber man merkt einfach, dass sie Spaß mit ihren Rollen hatten. Der Funke springt sofort über.

Fazit zu Hostile Area
"Hostile Area" macht einfach Freude. Action, Splatter und noch mehr Action. Dafür gibt es von mir eine Empfehlung!

Dienstag, 11. August 2015

Offenbarung 23 Folge 21 - Jack the Ripper

Offenbarung 23 Folge 21: Jack the Ripper - Live in Berlin (7. April 2008)
Georg Brand und seine Freunde sind einer weiteren Verschwörung auf der Spur. Diesmal geht es um den berühmtesten Serienmörder der Welt: Jack the Ripper versetzte in nur wenigen Wochen des Jahres 1888 ganz England in Aufruhr. Durch mehrere Briefe, die er angeblich selbst an die größten Zeitungen des Landes schrieb und mit denen er Polizei und Öffentlichkeit verhöhnte, wurde Jack the Ripper zur weltweit bekannten Mediensensation. Die Frage, wer Jack the Ripper wirklich war, ist bis heute ungelöst. Die wildesten Gerüchte machen immer noch in regelmäßigen Abständen die Runde. Durch einen Hinweis von Jan Gaspard stößt Georg Brand auf eine unglaubliche Wahrheit...


Ich mag die Prämisse von Prämisse von Offenbarung 23. Obwohl ich selbst kein Anhänger von Verschwörungstheorien bin, finde ich sie doch recht spannend zu hören. Offenbarung 23 hat hier leider das Problem, dass es einige eher schlechte Folgen in dieser Reihe gibt. Bei Folge 21, "Jack the Ripper", ist das nicht der Fall. "Jack the Ripper" ist nicht nur eines der besten Hörspiele dieser Reihe. Es ist eines der besten Hörspiele, das ich kenne.

Spiel mit den Ebenen
Von Anfang an ist klar, dass die Grenze zwischen Realität und Hörspiel immer wieder gezielt durchbrochen werden wird, wenn Oliver Rohrbeck darauf hinweist, dass er der Figur Jan Gaspard heute seine Stimme leiht und auf ihre Parallelen zu Sherlock Holmes und "seinem" Justus Jonas bei den drei Detektiven hinweist, nur um danach sofort in die Rolle des Jan Gaspard einzutauchen. Im Laufe des Hörspiels gibt es immer wieder Momente, in denen auf bestimmte Reaktionen des Publikums abgezielt wird (es ist das einzige Live-Hörspiel der Reihe). Diese werden jedes Mal spielend erreicht.
Das Hörspiel ist so geschickt aufgebaut, dass man beim ersten Anhören vergisst, dass die präsentierte Theorie nicht stimmen kann. Ich werde hier versuchen, meinen diesbezüglichen Standpunkt darzulegen ohne zu spoilern. Dennoch sollte jeder, der das Hörspiel noch nicht kennt und sich das Hörerlebnis nicht verderben will, hier aufhören und erst nach dem Genuss desselben weiterlesen.
Ein zentraler Punkt ist, dass die Tatorte, wenn man sie miteinander verbindet, ein Pentagramm ergeben sollen. Wenn man sich aber die interaktive Karte auf casebook ansieht, wird einem schnell klar, dass hier nicht einmal mit viel Fantasie ein Pentagramm daraus wird.
Als nächstes wird der "Dear Boss"-Brief zu Vergleichszwecken herangezogen. Die angeblichen Ähnlichkeiten im Brief und in der Handschrift sollen die Täterschaft beweisen. Dumm nur, dass es bei dem Brief höchst umstritten ist, von wem er kommt. Die meisten Experten gehen davon aus, dass der Brief von einem Journalisten geschrieben wurde. Damit ist der Schriftvergleich als Beweis hinfällig.
Zu guter Letzt kommt dann noch das angebliche Motiv des Täters, das einen Vor- und gleichzeitig einen Nachteil hat. Der Vorteil ist, dass es erklärt, wieso der Ripper nach dem Mord an Mary Jane Kelly spurlos verschwand, weil er hier kein perverser Triebtäter, sondern ein eiskalt berechnendes Monster ist. Der Rest ergibt allerdings keinen Sinn. Er begeht ein paar Morde, weil die Leute dann vielleicht gerne Krimis lesen und vielleicht auch sein Buch kaufen, das bis dahin ein Ladenhüter war? In welcher Welt ergibt das denn einen Sinn?
Das klingt jetzt alles so negativ. Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses Hörspiel! Wie gut es gemacht ist, lässt sich schon daran sehen, dass ich als Hobby-Ripperologe, der doch einiges über den Ripper weiß, alle Ungereimtheiten beim Hören völlig vergessen hat. Dafür verantwortlich sind - neben dem Autor - Oliver Rohrbeck, Marie und Detlef Bierstedt, David Nathan und Dietmar Wunder. Ich habe in einem Hörspiel selten so überzeugende schauspielerische Leistungen gehört, vor allem das Ende ist großartig gelungen.

Fazit zu Offenbarung 23 - Jack the Ripper
Folge 21 fällt als einziges Live-Hörspiel von Offenbarung 23 ziemlich aus der Reihe. Das gereicht "Jack the Ripper" durchaus zum Vorteil. Hier wurde nicht nur ein tolles Konzept erdacht, sondern dieses auch konsequent durchgezogen.

Sonntag, 9. August 2015

Geister-Schocker 51: Blutsbande

Geister-Schocker 51: Blutsbande nach einem Roman von Peter Menningen
(Romantruhe, 16. 1. 2015)
Malcolm Max reist nach Rom, um seine Verbündete Charisma Myskina aus den Händen ihrer Entführer, einer Gruppe, die sich als "schwarze Engel" bezeichnet, zu befreien. Kaum ist er dort angekommen, erfährt er, dass Charisma sich mit den schwarzen Engeln längst vertragen hat und es in Rom eine mysteriöse Selbstmordwelle gibt, die von der Polizei unter den Teppich gekehrt wird. Um die Hintergründe dieser Todesfälle aufzudecken, müssen Charisma und  Malcolm mit den schwarzen Engeln zusammenarbeiten. Die Zeit drängt, denn die rätselhaften Tode sind nur der Anfang eines viel weitreichenderen Plans. Je tiefer Malcolm Max mit seinen Getreuen in die Geschehnisse eindringt, desto mehr kristallisiert sich heraus, dass ein alter Bekannter der Strippenzieher ist...

Geister-Schocker 51: Blutsbande
(Ich schicke an dieser Stelle lieber eine Spoilerwarnung voraus.) Die 51. Folge der Geister-Schocker ist ein gutes Beispiel dafür, warum ich die Malcolm Max-Geschichten nur selten für Höhepunkte der Reihe halte. Dabei fängt "Blutsbande" sehr vielversprechend an. Das Mysterium um die bizarren Selbstmorde weckt die Neugier der Hörer und die anschließende "Totenbefragung" erinnert stark an das Gespräch mit dem Zombie in "Return of the Living Dead" (auch wenn es hier nicht ganz so schräg ist).
Danach geht es aber schnell abwärts, was vor allem daran liegt, dass bis zum Showdown alles, was rund um die Protagonisten herum geschieht, völlig ohne Folgen bleibt. Das zeigt sich vor allem an der italienischen Polizei, die alles vertuschen will und trotzdem nichts in dieser Richtung unternimmt (und die auch nichts dagegen hat, wenn wildfremde Personen über ihre Tatorte trampeln). Die Carabinieri tun auch nichts, um die Ermittlungen von Max und Co zu unterbinden. Das ist schade, ein zusätzliches Spannungselement hätte dem Hörspiel gut getan. So wirkt die Feststellung, dass die Polizei etwas gegen die Ermittlungen haben könnte, ziemlich überflüssig.
Apropos überflüssig: Wieso - neben Max - ein Inspektor von Scotland Yard von den mysteriösen schwarzen Engeln von London nach Rom beordert wird, würde mich auch brennend interessieren. Damit er ständig "Das glaube ich nicht, dafür muss es eine rationale Erklärung geben!" sagt, kann ja nicht der einzige Grund sein, oder? Dabei geht der Typ sogar so weit, dass er es als Traum abtut, wenn er die Toten aufstehen und mit Malcolm Max über ihre Todesursachen reden hört. (Okay, er fällt beim Anblick der ersten redenden Leich in Ohnmacht. Dämlich ist der Kerl trotzdem.)
Das Ende ist dann die Enttäuschung, die dem Hörspiel endgültig den Garaus macht. Da wird die ganze Zeit davon geredet, wie übermächtig der Gegner ist und dann sieht der Showdown so aus: Malcolm Max tritt an, irgendein magisches Portal wird aktiviert und der Bösewicht wird von einem Orkan weggeweht (HUUUIIIIII!!!!), weil ihm die schwarzen Engel eine supertolle Falle gestellt haben und jetzt ist der übermächtige Dämon endgültig besiegt. Besiegt war in dem Moment auch mein Glaube an die Geister-Schocker-Reihe.
Das einzig Positive an diesem Hörspiel sind die Sprecher, allen voran Marion von Stengel als Contessa und Robert Missler als Malcolm Max. Auch der restliche Cast liefert gute bis sehr gute Leistungen ab.

Fazit zu Geister-Schocker 51: Blutsbande
"Blutsbande" ist vor allem zwei Dinge: Langweilig und nichtssagend. Diese Folge hätte man sich (genauso wie die ganze Malcolm Max-Reihe) getrost schenken können.

Sonntag, 14. Juni 2015

TKKG 113 - Mit heißer Nadel Jagd auf Kids von Stefan Wolf

TKKG Folge 113 (erschienen am 8. Februar 1999 bei Europa) -
Mit heißer Nadel Jagd auf Kids
In der Heimatstadt von TKKG treibt ein wahnsinniger Tätowierer sein Unwesen. Dieser überfällt hinterrücks Kinder, betäubt sie, und tätowiert ihnen anschließend das Gesicht. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln (warum werden eigentlich gerade Gesetzeshüter in Jugendhörspielen wie die letzten Idioten dargestellt?) Das Motiv des Täters wird dem TKKG-Quartett schnell klar: Er oder sie möchte die reichen Eltern der Kids erpressen, indem er ihnen damit droht, dass ihre Sprösslinge die nächsten sein könnten. Klar, dass Tim und Co das nicht einfach so geschehen lassen. Einen ersten Verdacht haben sie schnell: Der Freund der Tochter eines Unternehmers ist erstens ein echter Unsympath und zweitens Tätowierer mit eher bescheidenem Talent. Die "Kunstwerke", mit welcher dieser seine Freundin "verschönert", sehen den Tätowierungen der Opfer verdammt ähnlich...

Mit heißer Nadel Jagd auf Kids
Ich habe in meinem Leben sehr viele Hörspiele mit einer absurden Handlung gehört. Dennoch hat es die 113. Folge von TKKG, "Mit heißer Nadel Jagd auf Kids", mühelos geschafft, einen Platz unter den Top 10 meiner persönlichen "Was zur Hölle war denn DAS???"-Liste zu ergattern. Das hängt erstens damit zusammen, dass es das mit Abstand brutalste Jugendhörspiel ist, das ich kenne. Natürlich äußert sich das nicht etwa in ausgiebigen Splattereinlagen. Trotzdem sollte man bedenken, was hier eigentlich passiert: Es werden mehrere Kinder und Jugendliche überfallen und entstellt, eine Entfernung von Tattoos ist mit einigen Risiken verbunden, außerdem ist es ungewiss, ob sie überhaupt funktioniert. TKKG Nr. 113 ist somit das einzige Jugendhörspiel, in dem es um einen Serientäter geht, der es mit seinen schwerwiegenden Angriffen auf Kinder und Jugendliche abgesehen hat.Wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe dieser Art von Hörspiel Kinder ab einem Alter von etwa sechs Jahren sind, ist das viel zu heftig.
Hinzu kommt noch, dass man diese Angriffe recht leicht als eine Art Allegorie auf sexuellen Missbrauch interpretieren kann. Die Kinder werden auch hier entführt und körperlich (zwar auf andere Weise, aber doch) missbraucht. An dieser Stelle habe ich mir gedacht, ob man vonseiten der Macher auch nur eine Sekunde daran gedacht, dass so eine Handlung bei Verbrechensopfern eventuell nicht nur nicht auf Gegenliebe stoßen wird, sondern auch alte Wunden wieder aufreißen könnte? Wohl kaum.
Als Sahnehäubchen kommen dann noch die für TKKG üblichen Vorurteile. Waren bei Angst in der 9a noch alle Italiener Mafiosi, ist hier jeder, der sich freiwillig tätowieren lässt, ein kinderhassender Psychopath, der in seiner Freizeit mit Vorliebe Welpen tritt und Babys den Schnuller klaut. Außerdem sind alle Tätowierten in der gleichen Gang und am organisierten Verbrechen beteiligt. Immerhin schafft es der ach so friedliebende Tim das ganze Hörspiel lang, niemanden krankenhausreif zu prügeln. Wie er es zustande gebracht hat, mit einem Karateschlag die Tür eines brennenden Autos zu öffnen, darf er mir trotzdem gerne einmal zeigen. Im weiteren Verlauf der Geschichte erweist er sich als echter Frauenversteher: So unterbricht er Gabys Redeschwall in einer Szene mit einem nonchalanten "Halt's Maul!". Wobei Gaby in dieser Folge eine 1A-Nervensäge ist. Ständig redet sie mit erhobenem Zeigefinger politisch korrekten Blödsinn daher. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, ihre Freunde von oben herab belehrt, kommt von ihr nur sowas wie "Da ist ja mein Papiiiiiii!!" oder "Mein Timmyyy!!" Ach, wisst ihr was? Tim hat Recht, halts Maul, Gaby!
Apropos Gerede: Die Dialoge sind nicht nur holzschnittartig, sondern an vielen Stellen schlicht und ergreifend abstrus. Das beste Beispiel hierfür ist gleich die allererste Szene, in der die Protagonisten zu einem Steinpilzreservoir radeln und Karl es für eine gute Idee hält, zu sagen, dass er sich für Steinpilze schon sehr gerne eine Stunde bückt. Äh...liest da eigentlich nochmal jemand drüber, bevor das aufgenommen wird?

Sprechgesang des Grauens
Den absoluten Horror hat man aber mit der Musik abgeliefert. Ich weiß nicht, welcher Teufel die Macher geritten hat, aber sie haben es geschafft, den fürchterlichsten Rapsong aller Zeiten auf diese CD zu bannen. Mir ist schon klar, dass man für TKKG nicht gerade Sido oder Eminem engagieren kann, aber das bekomme sogar ich noch besser hin (und wer mich schon einmal singen gehört hat, kann sicher bestätigen, dass ich nicht gerade der nächste Elvis Presley bin)!
Eine spannungsgeladene Inszenierung sucht der Hörer ebenfalls vergebens. Der Täter ist sehr schnell identifiziert, es geht nur noch darum, ihm die Taten nachzuweisen und selbst das wird auf möglichst langweilige Weise gezeigt.

Fazit zu "Mit heißer Nadel Jagd auf Kids"
Das wars. Ich bin endgültig fertig mit TKKG. Die spannungslose Inszenierung, hirnschmelzend schlechte Musik und bescheuerte Dialoge wären ja schon schlimm genug, aber was dem Fass den Boden ausschlägt, ist der völlig wahnsinnige Inhalt.  Wie kann man nur so einen gefährlichen Schwachsinn verzapfen??

Montag, 23. Februar 2015

Nocturnas Geisterstunde 1: Der Fluch - Die Nacht der 2 Monde

Nocturnas Geisterstunde 1: Der Fluch -
Die Nacht der zwei Monde von Nocturna Entertainment
Die beiden Freunde Jochen und Peter möchten in der Grafschaft Arnstein auf Wanderschaft gehen. Dort wurde vor 200 Jahren der gefürchtete Hexenmeister Mordian (!) Treskow hingerichtet. Kurz vor seinem Tod verfluchte Treskow die Grafschaft und sagte voraus, dass er wiederkommen werde, sobald eines Tages zwei Monde am Himmel stehen werden. Dann solle es den Nachfahren seiner Henker an den Kragen gehen, so Mordian. Genau zu der Zeit, in der Jochen und Peter ihren Ausflug beginnen, fliegt ein Komet so knapp an der Erde vorbei, sodass es so aussieht, als ob zwei Monde am Himmel stehen würden...

Nocturnas Schlafmittel
Gäääääääähn......*aufwach*........war was? Ach so, "Nocturnas Geisterstunde" lief bei mir gerade im CD-Player. Dieses Hörspiel ist das mit Abstand wirksamste Schlafmittel, das man außerhalb einer Apotheke kaufen kann. Die insgesamt 87 Minuten dauernde Geschichte hätte locker auf eine Stunde gekürzt werden können, ohne dass dabei wichtige Informationen verloren gegangen wären oder das ganze irgendwie gehetzt wirken würde. Stattdessen wird hier bei jeder sich bietenden Gelegenheit Zeit geschunden. Da hört man schon einmal in allen Details, was Jochen und Peter warum im Gasthaus bestellen und währenddessen unterhalten sie sich mit der Wirtin intensiv über regionale Wurstspezialitäten, als ob es nichts Wichtigeres auf der Welt geben würde. Den Vogel schießt der völlig unnötige Prolog ab, der in den ersten zehn Minuten alles verrät, was die beiden Protagonisten später in mühevoller (und laaaaaaanger) Kleinarbeit herausfinden. Dadurch ist das Hörspiel in etwa so spannend wie ein aufgezeichnetes Fußballspiel, von dem einem vorher irgendein Idiot das Ergebnis verraten hat. Wenn danach für irgend jemanden noch so etwas wie ein Funken Spannung in dieser Geschichte vorhanden war, wird dieser umgehend dadurch gekillt, dass man gleich von Anfang an den Grund dafür verrät, warum Mordian (bei dem Namen muss ich immer noch lachen) ständig hinter Jochen und Peter her ist. Danach zieht sich das Hörspiel wie ein Kaugummi und stolpert ungeschickt einem Showdown entgegen, der zu allem Überdruss völlig entwertet wird, indem man den ums Leben gekommenen Peter einfach wieder auferstehen lässt. Danach ist alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ich hätte mir ja wenigstens erhofft, dass Mordian Peters Körper übernommen hat und so in unsere Welt kommen konnte, aber nein, nicht einmal diesen Twist gönnt man den Zuhörern. Da hilft es dann auch nichts mehr, dass sich Patrick Bach, Tim Knauer, Norbert Langer und Ilja Richter richtig Mühe geben.
"Nocturnas Geisterstunde 1: Der Fluch - Die Nacht der zwei Monde" von Nocturna Entertainment ist das langweiligst Hörspiel, das ich seit langer Zeit gehört habe. Eine Empfehlung gibt es nur für Menschen mit akuten Einschlafproblemen, für alle anderen gilt: Finger weg!

Dienstag, 17. Februar 2015

Wurfsendung - 99 unterhaltsame Mini-Hörspiele

99 unterhaltsame Mini-Hörspiele von
Deutschlandradio Kultur, Anaconda Verlag Mai 2014
99 Mini-Hörspiele mit einer Länge von 15 bis 55 Sekunden, geht das überhaupt? Das Deutschlandradio Kultur sagt ja und startet mit der "Wurfsendung" einen einmaligen Versuch: 99 Geschichten im Kleinformat, kurz, knackig und direkt aus dem Leben sollen sie sein. Surreale Szenarios, Parodien - hier findet man einfach alles. Fragt sich nur, ob dieses Konzept auch aufgeht...

Unterhaltsam wie ein Witzbuch
Habt ihr euch schon einmal ein Buch mit einem Titel wie "300 garantierte Lachsalven!" gekauft und dann beim Lesen bemerkt, dass euch nicht einmal ein einziges Schmunzeln entkommen will? Wenn ja, dann könnt ihr euch vorstellen, wie es mir mit dieser "Wurfsendung" ergangen ist. Das größte Problem der Mini-Hörspiele liegt schon im Grundkonzept: Jedes halbwegs interessante Szenario muss innerhalb von ein paar Sekunden wieder beendet werden und hat so nicht den Funken einer Chance, sich zu entfalten. Dazu kommen Tracks, die selbst beim besten Willen nicht als Hörspiel gelten, wenn zwei Leute ins Mikro singen, ist das vieles, aber kein Hörspiel. So stellt sich mit der Zeit nur noch die Frage, ob man sich das Elend bis zum Ende anhört, oder die CD nach der Hälfte einfach abbricht (ich habe mich für ersteres entschieden und es wurde auch am Ende nicht besser). Jede in dieser Sammlung dargestellte Alltagssituation ist nur auf einen billigen Lacher aus und von denen misslingen eigentlich alle.

Quakende Sprecher
Die Sprecherinnen und Sprecher haben sich offenbar gedacht, dass sie - da sie nur ein paar Sekunden zur Verfügung haben - besonders auffällig chargieren müssen, um den Hörerinnen und Hörern im Gedächtnis zu bleiben. Das führte bei den Aufnahmen offensichtlich dazu, dass manche dermaßen überbetonen und ins Mikrofon quaken, dass man meinen könnte, ein Haufen von Wetterfröschen versuche sich an einer Imitation der menschlichen Sprache.
Wer sich von der musikalischen Untermalung Hilfe verspricht, wird bitter enttäuscht. Dieses Gedudel würde man nicht einmal in Guantanamo als Foltermethode zulassen und hier hört man es ohne Unterbrechung bis einem die Ohren bluten.
Die CD hat außerdem einen technischen Fehler, bei Track 6 hängt der CD-Player, was - wenn man anderen Rezensionen im Netz glauben kann - nicht nur mir passiert. Es gibt aber eine Auflage, bei der das Cover einen weißen Hintergrund hat und bei welcher dieser Fehler nicht auftritt. Andererseits muss man so einen Track weniger durchleiden.

99 kleine Foltereinlagen
Nein, das war leider nichts. Das ambitionierte Konzept von "Wurfsendung - 99 unterhaltsame Mini-Hörspiele" wird nur von seinem grandiosen Scheitern übertroffen.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Geister-Schocker Folge 0 - Gefangen in der Geisterwelt von Thomas Tippner

Geister-Schocker Folge 0 - Gefangen in der Geisterwelt von Thomas Tippner
Bill und Rachel, ein junges Pärchen aus der Stadt, möchte einige Tage Campingurlaub in einem abgelegenen Waldstück machen und dabei ein wenig dem Alltag entkommen. Schon in der ersten Nacht verschwindet Rachel spurlos und Bill macht sich auf die Suche nach ihr. Dabei erinnert Bill sich an ein Gespräch, dass beide vor ihrem Aufbruch mit Wilbur und Anne, einem in der Nähe des Waldes lebenden Ehepaar, geführt haben. Vor allem Annes Reaktion kommt Bill nun äußerst seltsam vor, denn während Wilbur ihnen nur viel Spaß wünschte, war Anne verängstigt. Während Bill immer verzweifelter nach Rachel sucht, beschleicht ihn das Gefühl, dass in diesem Wald tatsächlich etwas nicht mit rechten Dingen zugeht...

Geister-Schocker Folge 0: Gefangen in der Geisterwelt
Vor der Veröffentlichung der 50. Folge der Geister-Schocker-Hörspielreihe brachte Romantruhe als Prequel die Folge "Gefangen in der Geisterwelt" heraus. Dieses Hörspiel unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von der restlichen dieser Serie. Erstens ist es mit etwa 40 Minuten wesentlich kürzer als die anderen "Geister-Schocker" und zweitens ist es die einzige Folge der Reihe, die über weite Strecken von nur einem Sprecher getragen wird und zwar von Robert Frank als Bill. Dieser bringt die sich langsam steigernde Verzweiflung sehr gut rüber. Das gilt auch für den Rest der Sprecherriege. Vor allem Dagmar Bittner klingt hier mit leicht verzerrter Stimme so richtig unheimlich.
Es gibt bei diesem Hörspiel nur einen kleinen (verschmerzbaren) Minuspunkt: Da in der Geschichte, wie bereits erwähnt, oft nur eine Person zu hören ist, muss diese relativ oft Selbstgespräche führen, damit die Hörer mitbekommen, was gerade passiert. Es wirkt hin und wieder schon unfreiwillig komisch, wenn Bill sich ständig die Sachen selbst erzählt, die sich gerade direkt vor seiner Nase abspielen. Wie man in die Gedankenwelt eines Menschen einsteigen kann, hat Der Schweif des Diabolus wesentlich eleganter gezeigt.

Spannung bis zum Schluss
Tippner gelingt es hervorragend, die Spannung bis zum Ende hoch zu halten, Langeweile kommt keine auf, da Tippner genau weiß, wann er das Tempo verschärfen muss. "Gefangen in der Geisterwelt" ist ein gelungenes Prequel zu den Geister-Schockern. Wer spannende Gruselgeschichten mag, wird dieses Hörspiel lieben!

Dienstag, 18. November 2014

Romeo & Julia - Hörspiel vom Amor Verlag

William Shakespeares Romeo & Julia Hörspiel vom Amor Verlag (2012)
Eine Inhaltsangabe zu "Romeo & Julia" erspare ich mir an dieser Stelle (Spoiler: Die beiden sterben am Schluss) und komme gleich zur Beurteilung.
Das Anliegen des Amor Verlages, jungen Menschen die alten Klassiker schmackhaft machen zu wollen, ist ja eigentlich ein sehr schönes, das mir als ehemaligen Deutschlehrer durchaus gefällt. In dieser speziellen Bearbeitung werden auf einer CD die wichtigsten Szenen von den Sprecherinnen und Sprechern gespielt, während ein Erzähler zusammenfasst, was in der Zwischenzeit passiert ist. Das so zu machen ist keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass Jugendliche heutzutage eher keine Lust darauf haben, sich zwei bis drei Stunden lang hinzusetzen und ein Hörspiel anzuhören. Die Kürzungen wurden mit großer Behutsamkeit und Respekt gegenüber dem Werk von William Shakespeare vorgenommen. Leider ist es damit schon mit den guten Ideen vorbei.

Reine Trockenübung
Es ist sehr schade, dass man sich dazu entschlossen hat, das Hörspiel nicht nur ohne Musik, sondern außerdem ohne Soundkulisse zu inszenieren. So wirkt das Hörspiel wie eine reine Trockenübung der Sprecherinnen und Sprecher, der Text erwacht einfach nicht zum Leben, der Funke springt zu keinem Zeitpunkt über, man hat eher das Gefühl, den Proben einer Theatergruppe zuzuhören und nicht etwa einem richtigen Hörspiel. Das liegt nicht nur an der (fehlenden) Inszenierung, sondern zum Teil auch an den Sprecherinnen und Sprechern, oder vielmehr an der Besetzung mancher Rollen durch die Verantwortlichen. Dabei handelt es sich zwar ohne Ausnahme um gute und erfahrene Schauspielerinnen und Schauspieler (vor allem Silke Franz und Alexander Weikmann haben mir in den Hauptrollen sehr gut gefallen). Aber es reißt einen schon ein wenig aus der Geschichte, wenn Julias Amme, ihre Mutter und Julia selbst allesamt beinahe gleich alt klingen. Außerdem merkt man an manchen Stellen, dass der Text die Sprecherinnen und Sprecher einiger unbedeutender Nebenfiguren doch ein wenig überfordern dürfte, so richtig flüssig gehen ihnen ein paar Passagen nicht von der Zunge. Das hält sich aber in sehr engen Grenzen und es wäre eventuell gar nicht aufgefallen, wenn die Texte nicht nur "trocken" eingesprochen worden wären, sondern eine Soundkulisse diese unterstützt hätte.

Gute Idee, schlechte Ausführung
Es tut mir ein wenig leid, das sagen zu müssen, aber dieses Hörspiel wird sein Ziel, junge Menschen für Shakespeare zu begeistern, eher nicht erreichen. Das ist sehr schade, hier hat man eine gute Gelegenheit vertan.

Dienstag, 2. September 2014

Mark Brandis: Raumkadett 2 - Verloren im All

Mark Brandis: Raumkadett 2 - Verloren im All
Für Mark Brandis geht ein Traum in Erfüllung: Seine Ausbildung an der Astronautenschule beginnt, er wurde in den ersten Jahrgang der Akademie aufgenommen! Er ist zwar der mit Abstand jüngste Teilnehmer, das stört ihn aber überhaupt nicht. Mit grauer Theorie halten die Verantwortlichen sich nicht allzu lange auf, denn bereits in ihrer ersten Woche sollen die hoffnungsfrohen Kadetten ins Weltall geschickt werden. Kaum sind alle an Bord und haben mit der ihnen aufgetragenen Arbeit begonnen, lässt der erste Zwischenfall nicht lange auf sich warten: Ein fremdes Schiff taucht wie aus dem Nichts auf und beschießt die Alpha 8, das Raumschiff, auf dem die Kadetten stationiert sind. Von der Außenwelt urplötzlich abgeschnitten und voller Angst, dass sie die einzigen Überlebenden sein könnten, müssen Brandis und seine Freunde schnell handeln, wenn sie lebend zur Erde zurück kehren wollen...

Mark Brandis: Raumkadett 2 - Verloren im All
Nach dem guten ersten Teil geht es nun weiter mit den Abenteuern des jungen Raumfahrers in spe. Der Beginn von Brandis' Ausbildung schließt direkt an die erste Folge an, in Sachen Spannung ist teilweise sogar eine spürbare Steigerung vorhanden.
Die Produktion der Folge überzeugt wieder auf ganzer Linie. Die Soundkulisse und die erfahrenen Sprecherinnen und Sprecher befinden sich wie immer auf höchstem Niveau, hier gilt im Prinzip das gleiche, was ich bei Teil 1 geschrieben habe. Im Vergleich zu "Aufbruch zu den Sternen" hat "Verloren im All" nur einen Nachteil: Den etwas flachen Schluss. Der Twist am Ende kann von aufmerksamen Zuhörerinnen und Zuhörern schon lange vor dem Ende erraten werden. Außerdem ist es etwas enttäuschend, wenn über die ganze Folge lang Spannung aufgebaut wird und diese dann nicht ganz zufriedenstellend aufgelöst wird. Dennoch ist "Verloren im All" ein unterhaltsames Hörspiel, da alles halbwegs kurzweilig ist und keine wirklichen Längen vorkommen.

Fazit zu "Mark Brandis: Raumkadett 2 - Verloren im All"
Der zweite Teil der Serie kommt nicht ganz an den ersten heran, ist aber trotzdem ein gutes Hörspiel.

Freitag, 23. Mai 2014

Dreamland Grusel 12 - Kap der blutigen Nächte

Dreamland Grusel 12 - Kap der blutigen Nächte von John Baker und H. G. Francis
Einige Strandpiraten legen im Jahr 1902 falsche Leuchtfeuer zwischen Sagres und dem Cap Sao Vicente. Sobald ein Schiff in die Falle geht, überwältigen sie die Überlebenden, nehmen diese als Geiseln und stehlen alle Wertgegenstände, die sich an Bord befinden. Als eines Nachts die Europa gegen die Klippen schlägt, freuen die Piraten sich schon über die neue Beute. Was sie nicht wissen, ist folgendes: An Bord des Schiffes befindet sich dieses Mal ein Gegner, der genauso übermenschlich wie brutal und skrupellos ist: Auf der Europa befindet sich die Tochter des Grafen Dracula und sie beginnt sofort damit, die Piratencrew zu dezimieren...

Dreamland Grusel 12 - Kap der blutigen Nächte
Mit "Kap der blutigen Nächte" erzählt Dreamland die Vorgeschichte von "Gräfin Dracula - Tochter des Bösen" aus der Gruselserie von H. G. Francis. Da diese eine meiner Lieblingsfolgen der Reihe von Francis ist, musste ich dieses Hörspiel unbedingt haben. Und was soll ich sagen? Den Leuten von Dreamland ist ein richtig gutes Stück Unterhaltung gelungen!

Perfekter Übergang
Fangen wir einmal mit dem Ende an: Der Übergang zum Klassiker von H. G. Francis ist hervorragend gelungen. Als am Schluss die Charaktere aus "Gräfin Dracula" im Haus auftauchten, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Dass das Ende hier offen sein muss, ergibt sich aus der Natur der Sache. Ich würde aber ohnehin dafür plädieren, diese beiden Hörspiele als ein einziges Ganzes zu sehen (die "Gräfin" dauert nicht so lange, dass man sich die beiden nicht direkt hintereinander anhören könnte). Dieser Eindruck wird noch durch die Tatsache verstärkt, dass die Dreamland-Reihe die Originalmusik der Gruselserie von H. G. Francis verwendet, die von Carsten Bohn komponiert wurde.
Die Atmosphäre des Originales wurde sehr gut eingefangen und auch die Handlung lässt keine Wünsche offen. Langeweile kommt nicht auf, außerdem hat man dieses Prequel durch einen kleinen Trick noch mit der 10. Folge der Francis-Gruselreihe, "Draculas Insel, Kerker des Grauens" verbunden (wie wird hier aber nicht verraten).
Gabriele Wienand füllt ihre Rolle als Gräfin Dracula sehr gut aus, obwohl sie hin und wieder für meinen Geschmack ein wenig zu viel schreit. Insgesamt ein sehr guter Ersatz für die bereits 2002 verstorbene Marianne Kehlau. Lutz Mackensy, Christian Rode und Douglas Welbat können in ihren Rollen ebenfalls überzeugen.

Fazit zu "Kap der blutigen Nächte"
Im Gegensatz zu "Wolfsnächte" ist "Kap der blutigen Nächte" eine gelungene Ergänzung zur Gruselreihe von H. G. Francis. Dreamland hat bereits eine weitere Fortsetzung zu einem Hörspiel aus dieser Reihe angekündigt. Wollen wir hoffen, dass diese so gut wie "Kap der blutigen Nächte" wird.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Wir überfallen die Polizei - Ein Hörstück von Keller & Nesch

Wir überfallen die Polizei - Ein Hörstück von Carsten Keller & Thorsten Nesch
Als ein Bankraub in ihrer Nähe gehörig nach hinten los geht, scheint für drei Kleinkriminelle und eine spanische Barkeeperin die große Stunde zu schlagen. Schließlich kann das Geld bei der Polizei kaum sicherer aufgehoben sein, als auf einer Bank, denn wenn es so wäre, wieso gäbe es dann Banken? Als dann zwei Motorradpolizisten dieselbe Bar betreten, ist die Sache klar: Die zwei werden K.O. geschlagen, damit unsere Helden die Uniformen stehlen und die Millionenbeute aus der Polizeistation holen können. Die anderen beiden warten währenddessen im Auto der Barkeeperin vor der Tür. Dumm nur, dass von diesem Moment an alles schief geht, was nur schief gehen kann...

Eine Hörprobe gibt es hier.

Wir überfallen die Polizei
(Spoilerwarnung voraus) Bei dieser Geschichte aus dem Jahr 2010 aus dem Haus Tinnitus-Hörspiele (toller Name für ein Hörspiellabel) handelt es sich um eine inszenierte Lesung. Das heißt, dass nur eine Person (in diesem Fall Thorsten Nesch) alle Rollen spricht, der Rest der Inszenierung sich aber (zumindest in diesem Fall) nicht von einem Hörspiel unterscheidet. Thorsten Nesch füllt die verschiedenen Rollen wirklich hervorragend aus. vor allem die spanische Barkeeperin bringt er sehr glaubwürdig rüber.
Die Geschichte an sich ist zwar nicht besonders originell, aber unterhaltsam umgesetzt. Wie das Trio es schafft, auf der Flucht jeden einzelnen Cent der Beute zu verlieren, bringt den Zuhörer einige Male zum Lachen. Verfolgt werden sie dabei von den zwei Motorradpolizisten, denen es vor allem darum geht, ihren eigenen Hals zu retten, was mit dem Geld passiert, ist dem Duo jedenfalls ziemlich egal (es sei denn, sie können selber etwas davon einstecken). Die etwa 53 Minuten vergehen jedenfalls sehr schnell. Was die Geräuschkulisse angeht: Diese ist zwar nicht spektakulär, aber durchaus brauchbar umgesetzt und erfüllt damit ihren Zweck.

Nicht originell, aber unterhaltsam
Eines ist klar: Einen Preis für Originalität konnte man mit der Geschichte auch im Jahr 2010 schon keinen mehr gewinnen. Das muss "Wir überfallen die Polizei" aber gar nicht, weil der Rest einfach stimmt. Die Geschichte ist witzig und kurzweilig umgesetzt worden und deshalb perfekt für verregnete Sonntagnachmittage geeignet, um damit die Zeit totzuschlagen. Von mir gibt es eine Empfehlung!

Samstag, 19. April 2014

Das Weltraum-Monster von H. G. Francis

Das Weltraum-Monster von H. G. Francis
Das Raumschiff Drakon macht sich gerade auf den Weg zurück zur Erde. Die Crew möchte ihren Auftraggebern (wer auch immer das ist) davon berichten, dass Paradise sich hervorragend zur Besiedelung eignen würde. Ein Jahr lang wird die Drakon dafür unterwegs sein. Die Crew von Captain Hamilton Meredith freut sich auf einen entspannten Rückflug, man möchte in der Zwischenzeit damit beginnen, die gesammelten Proben zu untersuchen. Noch ahnt niemand, dass sich mit der Besatzung des Raumschiffes auch ein blinder Passagier an Bord geschlichen hat. Das fremde Wesen hat verdammt schlechte Laune und beginnt unverzüglich damit, die Crew zu dezimieren. Außerdem wächst das Weltraum-Monster rasend schnell und wird immer stärker, sodass ihm selbst der Kampfroboter Sulky unterlegen ist. Die Lage scheint aussichtslos zu sein...

Das Weltraum-Monster von H. G. Francis
Widmen wir uns mal wieder der Gruselserie von H. G. Francis. In Dracula und Frankenstein - Die Blutfürsten durften wir ein unterhaltsames Crossover von zwei sehr beliebten Horrorfiguren genießen. In Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf präsentierte Francis uns zwei nervige alte Schachteln, denen man den Tod viel mehr wünscht, als dem titelgebenden Werwolf. Nun ist die 18. und letzte Folge dieser bei den Fans immer noch beliebten Hörspielserie an der Reihe.
Schon vorher ließ sich Francis bei mindestens zwei Folgen seiner Gruselserie von Film-Vorlagen inspirieren. In dem Hörspiel vor "Das Weltraum-Monster", "Die Insel der Zombies", war Lucio Fulcis "Woodoo" das große Vorbild. Für Folge 9, "Im Bann der Mosnterspinne", hat Francis sich ganz offen (bis hin zu manchen Dialogzeilen) bei "Tarantula" bedient. Francis änderte in beiden Fällen gerade genug, damit sie als halbwegs eigenständige Werke funktionieren können.
So dreist hat Francis bei "Das Weltraum-Monster" nicht abgeschrieben, dennoch ist klar erkennbar, dass hier Ridley Scotts "Alien" Pate stand. Außerdem dürfte "Das Weltraum-Monster" den mit Abstand höchsten Body-Count der gesamten Reihe haben, da wird schon einmal innerhalb von zwei Minuten die halbe Besatzung umgebracht.
Ein Höhepunkt der Reihe ist "Das Weltraum-Monster" bestimmt nicht. Dafür gibt es - selbst für ein Hörspiel von H. G. Francis - zu viele Löcher in der Handlung. Es wird zum Beispiel nie erklärt, wieso das Wesen so rasend schnell wächst, oder wie es eigentlich an Bord gekommen ist. Den Vogel schießt Francis aber mit dem Namen ab, den das Wesen sich laut Geschichte selbst gegeben hatte: "Grow". Ein Wesen von einem fremden Planeten gibt sich einen englischen Namen, der außerdem noch genau das aussagt, was das Wesen ausmacht, Wachstum nämlich. Als Kind ist mir das natürlich nicht aufgefallen, heute muss ich bei dem Namen aber jedes Mal laut lachen.

Gute Crew und Soundkulisse
Die Sprecherinnen und Sprecher agieren - wie immer bei dieser Serie - auf hohem Niveau (ich habe immer bewundert, wie das Gruselserien-Ensemble selbst die bescheuertesten Dialoge mit inbrünstiger Überzeugung spielen konnte). Die Soundkulisse ist ebenfalls überzeugend, es gibt nur zwei Dinge, die mit der Zeit störend wirken. Erstens wird immer, wenn eines der Kommunikationsgeräte eingeschaltet wird, dieselbe Abfolge von Pfeiftönen abgespielt. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn dieses Signal nicht dermaßen enervierend wäre, dass es einem spätestens ab Minute 5 die Schuhe auszieht. Dann wären da zweitens die Geräusche, die "Grow" so von sich gibt. Anfangs hört das noch kleine Monster sich an, als ob Schlumpfine gerade einen Wutanfall haben würde. Je mehr "Grow" wächst, desto tiefer wird dann auch seine "Stimme". Am Schluss hört "Grow" sich an wie ein Geländepanzer. Mich stört vor allem der Sound des "kleinen Grow", der so dermaßen lächerlich klingt, dass man die größere Version auch nicht ernst nehmen kann.

Unterhaltsamer Trash
Das heißt aber nicht, dass "Das Weltraum-Monster" nicht unterhaltsam wäre. Es passiert ständig etwas, entweder verkleinert "Grow" gewaltsam die Crew, ein Kampfroboter hat einen Kurzauftritt und ansonsten schreien die Crewmitglieder sich eben gegenseitig an und verdächtigen sich des Mordes, wenn ihnen gerade langweilig ist. Klar, wenn man auch nur für fünf Sekunden sein Gehirn einschaltet, darf man sich nicht wundern, wenn einem gleich darauf die Ohren bluten. Nur will bei dieser Reihe ohnehin niemand eine komplexe und durchdachte Handlung, ansonsten ist er oder sie definitiv an der falschen Adresse.

Fazit zu "Das Weltraum-Monster"
Ich hätte mir für das Ende von H. G. Francis' einen Schlusspunkt gewünscht, der mehr in Richtung "Blutfürsten" oder "Schloss des Grauens" geht. "Das Weltraum-Monster" ist aber trotzdem ein unterhaltsames Hörspiel, das auch seine unfreiwillig komischen Momente hat.

Sonntag, 13. April 2014

Die letzte Instanz von Kristina Lohfeldt und Marco Ansing

Die letzte Instanz - Live-Hörspiel von Kristina Lohfeldt und Marco Ansing
Am frühen Morgen in Hamburg im Jahr 1888 treffen sich vier Menschen, die eine Reise mit einem Zeppelin gewonnen haben, auf dem Fuhlsbüttler Flugplatz.Was sie nicht wissen, ist, dass sie alle mehr als ihre Tickets eint, denn sie wurden allesamt nicht zufällig ausgewählt. Über den Wolken erwartet sie nicht nur das Grauen, sondern auch eine Konfrontation mit ihrer eigenen Vergangenheit...

Die letzte Instanz - Eine Live-Hörspielinszenierung
Bei "Die letzte Instanz" handelt es sich um ein Live-Hörspiel, das heißt, dass das - wie zum Beispiel bei den Tourneen der drei ??? - vor Publikum auf einer Bühne aufgeführt wurde, in diesem Fall am 10. August 2013 in Hamburg. Hier gibt es einen Trailer dazu:


(An dieser Stelle gibt es eine Spoilerwarnung für alle folgenden Absätze) "Die letzte Instanz" ist dem Steampunk-Genre zuzuordnen, was für dieses Kammerspiel aber eine eher zweitrangige Rolle spielt, da das lediglich in einer einzigen Szene eine wichtige Rolle spielt (ansonsten könnte "Die letzte Instanz" problemlos in den 20er und 30er Jahren "unserer" Welt spielen).
Spannend ist "Die letzte Instanz" allemal. Von Anfang an gibt es Hinweise darauf, dass die vier Passagiere nicht zufällig für diese Reise ausgewählt wurden. Die dunklen Geheimnisse der handelnden Personen kann der Zuhörer zwar relativ schnell, die Spannung wird aber ohnehin vor allem daraus gewonnen, von wem die Protagonisten ausgewählt wurden und was diese unbekannte Macht unternimmt, um sie aufeinander zu hetzen. Diese Auflösung wiederum ist Ansing und Lohfeldt hervorragend gelungen (Spoiler die das Ende betreffen gibt es hier aber keine).

CD & DVD
Neben der CD gibt es außerdem noch eine DVD von der Aufführung in Hamburg. Neben der eigentlichen Aufführung ist außerdem noch ein Konzert der Gruppe "Drachenflug" als Extra auf der DVD, deren Sängerin im Hörspiel die Rolle der Chantal LaGrande übernahm. Für einen Preis von nur 10 Euro bekommt man als Käuferin oder Käufer also schon einiges mehr, als "nur" eine gewöhnliche Hörspiel-CD.
Die Sprecherinnen und Sprecher liefern alle gute bis sehr gute Leistungen ab. Auffällig ist, dass die Rolle des Friedrich Adalbert vom Lehn bei der Aufführung von Carsten Krabbe, auf der CD aber von Detlef Tams gespielt wird. Das ist insofern interessant, weil beide auf völlig unterschiedliche Art und Weise an diese Rolle herangehen. Während Krabbe im Vergleich fast schon dezent agiert, übersteigert Tams den Oberstleutnant zur absoluten Karikatur. Damit passt er - obwohl es an Krabbes Performance absolut nichts auszusetzen gibt - in meinen Augen um eine Idee besser zum Rest des Ensembles, da hier alle Figuren überzeichnet sind und Kristina Lohfeldt, Wiba Stein, Martin Sabel und Marco Ansing dementsprechend agieren. Vor allem bei Kristina Lohfeldts "Elsa Stahl" musste ich mehr als einmal an Anita Sarkeesians Video The Straw Feminist denken, wenn sich immer mehr herauskristallisiert, dass Frau Stahl für den Feminismus über Leichen geht, wenn sie es als "notwendig" erachtet. Martin Sabel spielt mit Hermann Kühn einen Journalisten, der es mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt und der seine Schlagzeilen zur Not erfindet, wenn es sonst nichts zu berichten gibt Wiba Steins Chantal LaGrande ist das ganze Gegenteil der Feministin Elsa Stahl. Eine Sache hat sie mit ihr aber gemeinsam: Auch sie geht über Leichen, wenn ihr jemand im Weg steht. Aufgrund der Tatsache, dass die Protagonisten - ohne es zu ahnen - miteinander verbunden sind, ergibt sich eine Gruppendynamik, die das Quartett direkt in den Abgrund reißt.

Fazit zu "Die letzte Instanz"
Dieses Hörspiel ist sein Geld auf jeden Fall wert. Erstens bekommt man hier zum Preis von nur einer CD auch noch eine DVD der Aufführung mit dazu und zweitens ist dieses Hörspiel eine sehr spannende und kurzweilige Angelegenheit.

Dienstag, 4. März 2014

Die drei ??? und die brennende Stadt

Die drei ??? und die brennende Stadt
Der pensionierte Ex-Kommissar Reynolds stattet den drei Detektiven Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews einen Besuch ab. Zwei Jahre nach dem Tod von Reynolds' Bruder hat sich bei Reynolds ein Anwalt gemeldet, der ihm einen rätselhaften Brief des Verstorbenen aushändigte. Warum Reynolds den Brief gerade zu diesem Zeitpunkt erhalten hat, weiß er nicht, er weiß nur, dass es darin um den Bankraub geht, den sein Bruder vor Jahren begangen hat und dass sein Bruder ihm - obwohl er vor dessen Tod jahrelang keinen Kontakt zu ihm hatte - sehr viel bedeutet. Deshalb möchte Reynolds unbedingt wissen, was es mit dieser Botschaft auf sich hat. Der pensionierte Kommissar kann das Schreiben aber alleine nicht entschlüsseln und benötigt dazu die Hilfe von Justus und Co. Als jemand versucht, Reynolds den Brief gewaltsam abzunehmen und bei Justus am hellichten Tag eingebrochen wird, weil jemand unbedingt dieses Schriftstück an sich bringen will, wird den drei Fragezeichen sehr schnell klar: Der neue Fall, in dem sie stecken, ist eine brandheiße Geschichte...

Die drei ??? und die brennende Stadt
Das mittlerweile 166. Abenteuer (diese Zahl muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen) führt die drei Detektive hinaus aus Rocky Beach in die Stadt Centralia, die eine zentrale Rolle in dem zu lösenden Rätsel spielt. Die real existierende Stadt Centralia mit ihrem interessanten Hintergrund als Setting für ein Abenteuer der drei ??? zu verwenden, war die goldrichtige Entscheidung. Auch sonst lässt diese Folge keine Wünsche offen: Die Lösung ist nicht zu offensichtlich und es gibt auch keine Längen, die Geschichte ist actionreich und wird nie unlogisch, was bei den drei Detektiven in letzter Zeit ja auch nicht immer selbstverständlich war (wenn man einmal davon absieht, dass die drei Jungs offenbar keine Eltern haben, die ihnen auch nur die geringsten Grenzen setzen und sie einfach so mit dem Auto quer durch die USA fahren lassen).
Soundtechnisch ist das ganze hervorragend umgesetzt.

Fazit zu Die drei ??? und die brennende Stadt
Diese Rezension ist wohl die kürzeste, die ich jemals hier gepostet habe. Folge 166 ist eine spannende und abwechslungsreiche Folge, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Dafür gibt es von mir eine Empfehlung!

Dienstag, 7. Januar 2014

Der dritte Keller - Hörspiel von RRR Akustik

Der dritte Keller von RRR Akustik
Konrad von Gölzenstock hat ein Problem: In seinem Haus scheint es zu spuken. Mysteriöse Klopfgeräusche sind in seinem Haus zu hören und der aufgebahrte Schädel einer Vorbesitzerin sprudelt plötzlich über vor lauter Eiter. Alles weist darauf hin, dass der Grund für die Ereignisse in den drei Kellergewölben unter dem eigentlichen Keller zu finden ist. Konrad findet einen Freiwilligen namens Petrich Boll, der bereit ist, für 100000 Euro dort die Nacht zu verbringen. Währenddessen können Konrad und sein alter Freund Karsten mithören, was mit Petrich während seines Aufenthaltes geschieht, da sie die entsprechenden Räumlichkeiten zuvor mit Mikrofonen ausgestattet haben. Nach einem planmäßigen Beginn gerät das Experiment ziemlich schnell außer Kontrolle. Für die drei beginnt eine Nacht des Grauens...

Der dritte Keller von RRR Akustik
"Der dritte Keller" aus dem Jahr 2013 ist das erste Hörspiel des noch jungen Labels RRR Akustik. Welche Art von Geschichte man hier erzählen möchte, wird dem Zuhörer sehr schnell klar: Es sind alle wichtigen Zutaten für eine klassische Geistergeschichte vorhanden und aus ihnen wurde (ich greife meinem Fazit hier ein wenig vor) durchaus eine Geschichte mit viel Retro-Feeling gemacht.
Klar, Originalitätspreise gewinnt das Hörspiel keine, sobald es in die Kellergewölbe geht, hat man das Gefühl, die Story bereits zu kennen. Langweilig wird "Der dritte Keller" trotzdem nicht. Nach einer kurzen Exposition geht es sofort los mit den Spukerscheinungen. Dabei sind vor allem die Aufnahmen von Petrich Boll in den Kellerräumen atmosphärisch sehr gut gelungen, da die Schockeffekte hier perfekt gesetzt werden.

Der dritte Keller - Die Sprecher & der Sound
Dieses Hörspiel ist der Beweis dafür, dass man keine namhaften Synchronsprecher braucht, um einen passablen Cast zusammen zu bekommen. Hendrik Röhrs erledigt seine Job als Karsten und als Erzähler routiniert und überzeugend, genauso wie René Rausch, Tobias Hentze und Steffen Röhrs. Den Höhepunkt stellt aber Timo Wussow als Petrich dar, der dessen Angst im Keller richtig gut spielt. (Falls sich jemand fragt, wieso ihm oder ihr diese Namen bekannt vorkommen: Alle Sprecher sind auf die eine oder andere Art mit der deutschen Independentfilmszene in Verbindung).
Der Score stammt von Michael Donner, der ansonsten für die musikalische Begleitung von Filmen aus der deutschen Independentszene zuständig ist (Na, erkennt ihr bei den Beteiligten ein Muster? Diese Häufung von Menschen aus der deutschen Independentszene erklärt sich damit, dass zumindest einer der Labelgründer dort ebenfalls aktiv ist). Bei ihm habe ich mich öfter gefragt, wieso er mit seinem Talent immer wieder Produktionen veredelt, die das eigentlich gar nicht verdient hätten (mit einigen Ausnahmen, wie zum Beispiel Kempers "Toxic Lullaby"). Bei "Der dritte Keller" ist es  nun endlich wieder einmal der Fall, dass er mit seinem Soundtrack auch einer guten Geschichte den letzten Schliff verpasst.

Eine Empfehlung für Fans der "alten Schule"
Mit "Der dritte Keller" schafft das Label RRR Akustik ein gelungenes Debüt, dieses Hörspiel hat eine schön altmodische Grusel-Atmosphäre, erzählt dabei aber eine durchaus moderne Geschichte. Wem die "Geister-Schocker"-Reihe und die Gruselserie von H. G. Francis gefallen, der wird mit "Der dritte Keller" seinen Spaß haben. Eine Hörprobe gibt es hier.

Donnerstag, 2. Januar 2014

übernacht von Johanna Steiner

übernacht von Johanna Steiner
In Berlin wird gerade Silvester gefeiert. Jan (Tom Schilling) startet gerade mit seiner Boyband durch und hat nun zum ersten Mal seit Monaten ein paar Tage frei, um seine Gedanken zu sortieren und darüber nachzudenken, dass sein Leben nun nach dem Durchbruch in anderen Bahnen verlaufen wird als davor. Seine ehemalige Schulkollegin Nele (Fritzi Haberlandt) bringt ihn dazu, mit ihr auf eine Party zu gehen. Die junge Audrey (Julia Hummer) will die Nacht ihres noch jungen Lebens verbringen. Dabei verläuft aber einiges nicht so wie geplant, bis sie an einem Kiosk Serdar (Ismail Deniz) trifft. Ella (Vera Teltz) kehrt für eine Nacht aus Amerika zurück. Sie möchte ihrem Freund (Sascha Rotermund) sagen, dass sie schwanger ist und die Weichen für ihre Zukunft stellen. Die Schicksale von diesen Menschen berühren sich in dieser einen Nacht...


Übernacht von Johanna Steiner
Eigentlich hätte ja "übernacht" aus dem Jahr 2011 von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge mein Silvesterreview sein sollen (der Text ist aber nicht rechtzeitig fertig geworden), da es thematisch besser gepasst hätte. Dafür kommt es jetzt mit ein paar Tagen Verspätung.

Weggabelungen
Hier geht es um drei Menschen, die in ihren Leben an einem Wendepunkt angekommen sind und nun zur Jahreswende wird sich auch entscheiden, wie es mit ihnen weitergeht. Jeder kennt dieses Gefühl, dass er in seinem Leben an einer Kreuzung steht und sich fragt, welchen Weg er denn jetzt nehmen soll (vielleicht gefällt mir das Hörspiel auch deshalb so gut, weil ich dieses Gefühl sehr genau kenne). Die große Stärke von "übernacht" ist es, dass diese drei Geschichten absolut authentisch erzählt werden. Das Skript von Johanna Steiner driftet zu keinem Zeitpunkt in Melodramatik oder Kitsch ab und die Dialoge klingen wie direkt aus dem Leben gegriffen. "übernacht" schafft hier etwas, was viele Hörspiele nicht können: Meist wird in diesen etwas mehr geredet und vor allem beschrieben als notwendig, damit die Zuhörer sich die jeweilige Szene besser vorstellen können. Steiner und die Sprecherinnen und Sprecher schaffen es, dass die Gespräche völlig natürlich klingen und man sich nie dabei ertappt, zu denken, dass niemand so reden und zum Beispiel den Raum, in dem er sich gerade befindet, so detailgetreu beschreiben würde (hoffe, es ist halbwegs klar, was ich meine).
Die hier erzählten Episoden sind nicht wirklich miteinander verbunden, es gibt maximal ein paar sehr lockere Berührungspunkte. Das stört aber nicht weiter, da die Übergänge sehr fließend gemacht sind und man sich zu jedem Zeitpunkt auskennt, in welcher Geschichte man sich gerade befindet (was - wenn ich an Filme wie "Das Werwolfspiel" denke - keine Selbstverständlichkeit ist).
Sämtliche Rollen sind großartig besetzt. Tom Schilling, Fritzi Haberlandt, Vera Teltz (Pavor), Julia Hummer, Ismail Deniz und Co. machen einen großartigen Job und füllen ihre Rollen phänomenal aus.

übernacht - Das Fazit
"übernacht" finde ich faszinierend. Das Hörspiel lässt sich in absolut keine Schublade stecken und fesselt den Hörer von der ersten Minute an mit tollen Performances und einer guten Geschichte. Hier gibts noch ein paar Making ofs dazu:


Und hier das Titellied:


Der Schweif des Diabolus

Der Schweif des Diabolus
In einer totalitären Zukunft ist die bevorzugte Form der Bestrafung von Verbrechern die Rückerinnerung, auch Mnemoration genannt. Dabei wird der Verurteilte an ein Gerät angeschlossen, mit dessen Hilfe ein Mnemorator (so werden die Vollstrecker genannt) bis in die letzten Winkel der Gedankenwelt seines Gegenüber vordringen kann. Jede noch so kleine Erinnerung wird bei dem schmerzhaften Prozess unbarmherzig ans Tageslicht gezerrt, Privatsphäre gibt es für die Betroffenen nicht mehr. Danach kommen die Verurteilten lebenslang ins Gefängnis. Die so entstehenden Aufzeichnungen werden dann der Öffentlichkeit zu Studienzwecken zur Verfügung gestellt. André Beyer war einer dieser Mnemoratoren. Nun steht ihm diese Strafe selber wegen Mordes bevor, weil er einen Controller umgebracht hat. Als Controller werden die Menschen bezeichnet, die unangekündigt in jede  Wohnung kommen können, um die dortigen  Bewohner zu kontrollieren und etwaige Verstöße gegen das Gesetz zu melden. André weiß genau, was auf ihn zukommt und er hat ein Problem: Der ihm zugeteilte Mnemorator, Dr. Meridian, ist einer der besten seiner Zunft. Dieser darf auf keinen Fall herausfinden, warum André den Controller umgebracht hat. Ein dramatisches Duell beginnt...


Der Schweif des Diabolus von Helga P. Schubert
 "Der Schweif des Diabolus" von Helga Schubert erschien im Jahr 2010 und ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von Ohrland und Studenten der Kölner "Deutsche POP Akademie". Bei diesem Hörspiel wird eine Dystopie entworfen, die jener in Orwells "1984" nicht unähnlich ist. Der Menschheit wurden von der Regierung der Vereinigten Erdstaaten schleichend alle Grundrechte genommen. So wurden zum Beispiel jene Programme, die eigentlich zur "Volksgesundheit" (Brrrrr) beitragen sollten, mit der Zeit zu einem Programm, das nicht nur Behinderungen und Krankheiten wie Alzheimer und Schizophrenie ausmerzte, sondern auch die Menschen, die an diesen Krankheiten leiden. Andersdenkende werden meist schon sehr früh erkannt und unschädlich gemacht, obwohl es so etwas wie eine Widerstandsbewegung entweder zu geben scheint, oder zumindest gerade im Entstehen ist. Die hier entworfene Welt ist bis ins letzte Detail stimmig.

Ein Zwei-Personen-Stück
Vor diesem Hintergrund spielt sich der Kampf von zwei Personen ab, die beide eine ganze Menge Tricks auf Lager haben. Ihr Schlagabtausch ist nicht nur gut geschrieben, sondern von Florian Böder als André Beyer und Fritz Stavenhagen als Dr. Meridian ausgezeichnet gespielt. Auch wenn man den Beyers Motiv für den Mord bereits vor der Enthüllung ahnt, ist "Der Schweif des Diabolus" eine sehr spannende Geschichte, weil auch der Mnemorator etwas zu verbergen hat, das für den Ausgang der Handlung mindestens genauso wichtig ist, wie Beyers Bestreben, die wahren Gründe für den Mord zu verbergen.

Das Unvorstellbare begreifbar machen
Interessant ist auch, dass "Der Schweif des Diabolus" immer wieder mit dem Unvorstellbaren operiert, um den Zuhörern etwas verständlich zu machen. Ein Beispiel: Um Meridian ablenken zu können, lässt André sich gedanklich in absolute Schwärze fallen, um so an nichts denken zu müssen, was der Mnemorator aufzeichnen könnte. Dieser kann aber nicht nur Gedanken aufzeichnen, sondern auch aktiv in die Gedanken des Protagonisten eingreifen (was für André äußerst schmerzhaft ist). Meridian macht das auch und löscht die Vorstellung, wie diese Farbe aussieht, aus seinem Gedächtnis. André beschreibt das sinngemäß so, dass ihm nun die Idee vom Konzept dieser Farbe völlig fehlen würde (ich hoffe, das klingt halbwegs verständlich). Ich kann mir, selbst wenn ich mir viel Mühe gebe, nicht vorstellen, wie das ist, wenn einem etwas so alltägliches plötzlich völlig fehlt. Ich fände es aber furchtbar, wenn man mir so etwas einfach wegnehmen würde und ich nicht das Geringste dagegen tun könnte. Von dem Gefühl der völligen Hilflosigkeit, wenn ich jemandem gegenüber sitzen würde, der diese Foltermethode rücksichtslos gegen mich einsetzt, ohne dass ich mich dagegen wehren könnte, ganz zu schweigen. Diese Verzweiflung bringt Florian Böder sehr gut rüber. (Übrigens: Wer mir sagen kann, warum der Name Meridian vielsagend ist, darf sich 10 Gummipunkte auf sein Konto für unnützes Wissen gutschreiben lassen.)

Kleine Abzüge in der B-Note
Ganz perfekt ist "Der Schweif des Diabolus" dennoch nicht. Vor allem bei den Nebenrollen merkt man stark, dass ihre Sprecherkarrieren bestenfalls erst am Anfang stehen. Außerdem hätte man das Gespräch zwischen André und seiner Anwältin ein wenig kürzen können. Diese Punkte fallen angesichts des positiven Gesamtpaketes aber kaum ins Gewicht.

Der Schweif des Diabolus - Fazit
"Der Schweif des Diabolus" schafft es, die Zuhörer mit einfachsten Mitteln in seinen Bann zu ziehen, sodass man bis zum Schluss mitfiebert.

Montag, 16. Dezember 2013

Review zu den John Sinclair Folgen 85 und 86

John  Sinclair Folge 85 - Kalis Schlangengrube
Der Stellvertreter der Todesgöttin Kali auf Erden liegt im Sterben, es muss ein Nachfolger bestimmt werden. Um das zu tun, müssen die potenziellen Kandidaten eine spezielle Aufgabe erledigen: Die Kette, welche Kali um ihren Hals trägt, besteht aus den Köpfen ihrer schlimmsten Feinde und muss erneuert werden. Wer Kalis Nachfolger werden möchte, muss nicht nur an dieser Erneuerung mitwirken. Nur derjenige, der ihr den "bedeutendsten" Kopf bringt, wird Kalis Stellvertreter auf Erden und erhält eine ungeheure Macht. Ganz oben auf der Liste von Kalis Anhängern steht ihr alter Feind Mandra Korab. Der Inder schafft es mit viel Glück, einem Mordanschlag zu entgehen und zu John Sinclair nach London zu fliehen. Dort angekommen wird er aber von Jane Collins abgefangen, die gemeinsam mit ihrer Verbündeten Wikka ebenfalls Kalis Stellvertreterin werden möchte. Da Mandra Korab noch nicht weiß, dass Jane die Seiten gewechselt hat, geht er ihr in die Falle. Während John und Suko versuchen, dahinter zu kommen, was überhaupt los ist, greifen die Tongs immer wieder an, um Sinclairs indischen Freund für ihre Göttin zu töten...

John Sinclair Folge 86 - Terror der Tongs
Nach Teil 1 geht es in der zweiten Episode dieser Doppelfolge noch rasanter weiter. Sinclair gelingt es zwar, Mandra Korab vor Schlimmerem zu bewahren, allerdings ist er nun selbst ins Visier von Kalis Anhängern geraten. Währenddessen hauen Collins und Wikka mit dem immer noch gefangenen Mandra Korab ab. Sie wollen ihn für Kali enthaupten und so den Pakt besiegeln. Sinclair und Suko wollen Korab helfen und laufen Kalis Anhängern geradewegs ins offene Messer...

Action pur
Die Doppelfolge 85 und 86 von John Sinclair ist eine der actionlastigsten Geschichten der Sinclair-Hörspiele. Von der ersten Minute an trachten die Tongs, Jane Collins und Wikka allen Helden nach dem Leben, während diese Stück für Stück hinter die Wahrheit kommen.  Das bedingt auch das einzige kleine Manko in diesem Hörspiel: Eine gruselige Atmosphäre sucht man hier großteils vergebens. Dafür bekommt man aber mitreißende Action im Minutentakt geboten und das entschädigt zumindest mich voll und ganz.

John Sinclair Folge 86 - Terror der Tongs
Gewaltiger Sound
Die Produktion ist wie immer hervorragend. Wenn die Tongs Mandra Korab durch die Straßen von London jagen untermalt der krachende Sound das ausgezeichnet. Hinzu kommt außerdem, dass ich einfach ein Fan von Mandra Korab bin, da dieser einer der coolsten wiederkehrenden Charaktere im Sinclair-Universum ist. Korab hat nämlich eigentlich keine speziellen Kräfte, er kann Dämonen nur mit seinen magischen Dolchen besiegen. Zwar weiß er sich zu verteidigen, dennoch kommt dadurch immer wieder Spannung auf, wenn seine Waffen gerade nicht verfügbar sind. Sollte es jemals sowas wie ein Sinclair-Spin-Off geben, dann bitte mit ihm in der Hauptrolle. Die Sprecher liefern wie gewohnt gute Leistungen, einzig die Julia Homes trägt als Siri Dennings mit ihrem indischen Akzent ein wenig zu dick auf.
Das Ende ist ebenfalls gut gelungen, vorallem, da man nicht weiß, ob nicht eine der gegnerischen Parteien ihr Ziel nicht vielleicht doch erreicht haben könnte.

Fazit zu John Sinclair 85 & 86
Ich weiß, dass das eine ziemlich kurze Rezension ist und ihr wahrscheinlich lieber Verrisse lest, aber wozu soll ich an Punkten herummosern, die letztlich völlig egal sind? Eben. Diese Doppelfolge ist beinahe perfekt umgesetzt worden. Man kann vor lauter Action kaum Luft holen und trotzdem kommt die Entwicklung der Geschichte nicht zu kurz.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Hörspiel-Welt.de ist online!

Ich bin seit kurzer Zeit Admin in einem neuen Board namens Hörspiel-Welt.de. Das Ding ist noch brandneu und ziemlich leer, also registriet euch dort und füllt es mit Leben! Würden uns sehr darüber freuen!