Dienstag, 13. Oktober 2015

Paranormal Investigations 2 - Gacy House von Anthony Fankhauser

Paranormal Investigations 2 - Gacy House (USA 2010) von Anthony Fankhauser
Eine Gruppe von paranormalen Investigatoren möchte eine Nacht im Haus des toten Serienmörders John Wayne Gacy verbringen, um dort etwaige übersinnliche Phänomene aufzunehmen. Deshalb bringen sie überall in dem verlassenen Haus Kameras an und halten in den Zimmern einige Séancen ab, um den Geist von Gacy dazu zu bewegen, ihnen zu erscheinen. Den Spruch "Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünscht. Es könnte in Erfüllung gehen" kennen die Ermittler wohl nicht. Die anfängliche Freude darüber, dass Gacy sich nicht zweimal bitten lässt, weicht schnell dem blanken Entsetzen, als Gacys Geist einen nach dem anderen ins Jenseits befördert...


Paranormal Investigations 2 - Gacy House
Das ist jetzt der dritte Film der "Paranormal Edition"-Box und ich kann nur sagen: ENDLICH! Endlich habe ich hier einen Film mit einem Anfang, einem Mittelteil und einem Schluss. Danke, Anthony Fankhauser, du Spielberg des beschissenen Films! Und ein kleiner Dank geht auch an die Leute von Asylum, die sich mit diesem Film zum ersten Mal auf dieser Edition zeigen.
Das macht den Film nur leider noch lange nicht sehenswert. PI2 schafft es nicht, dieser ohnehin schon ausgelutschten Geschichte irgendeine neue Seite abzugewinnen. Die Protagonisten ziehen in das Haus ein, bauen ihre Kameras auf, dann kommt es zu ersten Erscheinungen und am Ende massakriert Gacys Geist einen nach dem anderen. Zwischendurch kann man dem Ensemble dabei zusehen, wie sie in dem "Wer ist hier der schlechteste Schauspieler?"-Wettbewerb alles geben. Brett Newton gewinnt mit der Szene, in der er durch die Luft fliegt, bevor ihm Gacys Geist die Hose runterzieht und ihn ins andere Zimmer schleift. Man sieht zwar nicht, was danach mit ihm geschieht, aber hey, er dürfte zumindest nicht als Jungfrau gestorben sein. Natürlich werden auch hier regelmäßig Sequenzen gefilmt, bei denen jeder normale Menschen die Kamera schon längst in die Ecke geschmissen hätte, um laut schreiend aus dem Haus zu rennen (die oben beschriebene Szene mit Brett Newton ist dafür das beste Beispiel). Hinzu kommt, dass einem die Charaktere, mit denen man eigentlich mitfiebern sollte, herzlich egal sind. Man erfährt praktisch gar nichts über sie, die paar Konflikte, die kurz angerissen werden, sind erstens nur behauptet und spielen zweitens keinerlei Rolle im weiteren Verlauf der Handlung. Sie sind lediglich dazu da, ein paar Minuten Zeit totzuschlagen, mehr nicht.
Der Film hat aber auch ein paar gute Seiten: Einige Szenen sind halbwegs gruselig geworden (zum Beispiel die, in der Gacy gegen Ende zum ersten Mal zu sehen ist) und Diana Terranova ist eine echte Augenweide. Das wars aber auch schon mit den guten Seiten.

Fazit zu Paranormal Investigations 2 - Gacy House
"Paranormal Investigations 2 - Gacy House" ist weit davon entfernt, ein wirklich guter Film zu sein. Er ist aber - bis jetzt zumindest - der beste Streifen auf den "Paranormal Edition"-DVDs. Nur sagt das bei der bisherigen Ausbeute nicht sehr viel. Es ist dennoch bemerkenswert, dass der bislang erträglichste Film aus dieser Box, den ich gesehen habe, ausgerechnet ein "Found Footage"-Film ist (ich mag nur sehr wenige Filme aus diesem Subgenre), sagt auch einiges über die anderen von mir bisher gesehenen Werke aus.

Hier gehts zu Paranormal Investigations 3.

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