Sonntag, 14. Juni 2015

TKKG 113 - Mit heißer Nadel Jagd auf Kids von Stefan Wolf

TKKG Folge 113 (erschienen am 8. Februar 1999 bei Europa) -
Mit heißer Nadel Jagd auf Kids
In der Heimatstadt von TKKG treibt ein wahnsinniger Tätowierer sein Unwesen. Dieser überfällt hinterrücks Kinder, betäubt sie, und tätowiert ihnen anschließend das Gesicht. Die Polizei tappt völlig im Dunkeln (warum werden eigentlich gerade Gesetzeshüter in Jugendhörspielen wie die letzten Idioten dargestellt?) Das Motiv des Täters wird dem TKKG-Quartett schnell klar: Er oder sie möchte die reichen Eltern der Kids erpressen, indem er ihnen damit droht, dass ihre Sprösslinge die nächsten sein könnten. Klar, dass Tim und Co das nicht einfach so geschehen lassen. Einen ersten Verdacht haben sie schnell: Der Freund der Tochter eines Unternehmers ist erstens ein echter Unsympath und zweitens Tätowierer mit eher bescheidenem Talent. Die "Kunstwerke", mit welcher dieser seine Freundin "verschönert", sehen den Tätowierungen der Opfer verdammt ähnlich...

Mit heißer Nadel Jagd auf Kids
Ich habe in meinem Leben sehr viele Hörspiele mit einer absurden Handlung gehört. Dennoch hat es die 113. Folge von TKKG, "Mit heißer Nadel Jagd auf Kids", mühelos geschafft, einen Platz unter den Top 10 meiner persönlichen "Was zur Hölle war denn DAS???"-Liste zu ergattern. Das hängt erstens damit zusammen, dass es das mit Abstand brutalste Jugendhörspiel ist, das ich kenne. Natürlich äußert sich das nicht etwa in ausgiebigen Splattereinlagen. Trotzdem sollte man bedenken, was hier eigentlich passiert: Es werden mehrere Kinder und Jugendliche überfallen und entstellt, eine Entfernung von Tattoos ist mit einigen Risiken verbunden, außerdem ist es ungewiss, ob sie überhaupt funktioniert. TKKG Nr. 113 ist somit das einzige Jugendhörspiel, in dem es um einen Serientäter geht, der es mit seinen schwerwiegenden Angriffen auf Kinder und Jugendliche abgesehen hat.Wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe dieser Art von Hörspiel Kinder ab einem Alter von etwa sechs Jahren sind, ist das viel zu heftig.
Hinzu kommt noch, dass man diese Angriffe recht leicht als eine Art Allegorie auf sexuellen Missbrauch interpretieren kann. Die Kinder werden auch hier entführt und körperlich (zwar auf andere Weise, aber doch) missbraucht. An dieser Stelle habe ich mir gedacht, ob man vonseiten der Macher auch nur eine Sekunde daran gedacht, dass so eine Handlung bei Verbrechensopfern eventuell nicht nur nicht auf Gegenliebe stoßen wird, sondern auch alte Wunden wieder aufreißen könnte? Wohl kaum.
Als Sahnehäubchen kommen dann noch die für TKKG üblichen Vorurteile. Waren bei Angst in der 9a noch alle Italiener Mafiosi, ist hier jeder, der sich freiwillig tätowieren lässt, ein kinderhassender Psychopath, der in seiner Freizeit mit Vorliebe Welpen tritt und Babys den Schnuller klaut. Außerdem sind alle Tätowierten in der gleichen Gang und am organisierten Verbrechen beteiligt. Immerhin schafft es der ach so friedliebende Tim das ganze Hörspiel lang, niemanden krankenhausreif zu prügeln. Wie er es zustande gebracht hat, mit einem Karateschlag die Tür eines brennenden Autos zu öffnen, darf er mir trotzdem gerne einmal zeigen. Im weiteren Verlauf der Geschichte erweist er sich als echter Frauenversteher: So unterbricht er Gabys Redeschwall in einer Szene mit einem nonchalanten "Halt's Maul!". Wobei Gaby in dieser Folge eine 1A-Nervensäge ist. Ständig redet sie mit erhobenem Zeigefinger politisch korrekten Blödsinn daher. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, ihre Freunde von oben herab belehrt, kommt von ihr nur sowas wie "Da ist ja mein Papiiiiiii!!" oder "Mein Timmyyy!!" Ach, wisst ihr was? Tim hat Recht, halts Maul, Gaby!
Apropos Gerede: Die Dialoge sind nicht nur holzschnittartig, sondern an vielen Stellen schlicht und ergreifend abstrus. Das beste Beispiel hierfür ist gleich die allererste Szene, in der die Protagonisten zu einem Steinpilzreservoir radeln und Karl es für eine gute Idee hält, zu sagen, dass er sich für Steinpilze schon sehr gerne eine Stunde bückt. Äh...liest da eigentlich nochmal jemand drüber, bevor das aufgenommen wird?

Sprechgesang des Grauens
Den absoluten Horror hat man aber mit der Musik abgeliefert. Ich weiß nicht, welcher Teufel die Macher geritten hat, aber sie haben es geschafft, den fürchterlichsten Rapsong aller Zeiten auf diese CD zu bannen. Mir ist schon klar, dass man für TKKG nicht gerade Sido oder Eminem engagieren kann, aber das bekomme sogar ich noch besser hin (und wer mich schon einmal singen gehört hat, kann sicher bestätigen, dass ich nicht gerade der nächste Elvis Presley bin)!
Eine spannungsgeladene Inszenierung sucht der Hörer ebenfalls vergebens. Der Täter ist sehr schnell identifiziert, es geht nur noch darum, ihm die Taten nachzuweisen und selbst das wird auf möglichst langweilige Weise gezeigt.

Fazit zu "Mit heißer Nadel Jagd auf Kids"
Das wars. Ich bin endgültig fertig mit TKKG. Die spannungslose Inszenierung, hirnschmelzend schlechte Musik und bescheuerte Dialoge wären ja schon schlimm genug, aber was dem Fass den Boden ausschlägt, ist der völlig wahnsinnige Inhalt.  Wie kann man nur so einen gefährlichen Schwachsinn verzapfen??

Sonntag, 31. Mai 2015

La Vida Loca - Die Todesgang von Christian Poveda

La Vida Loca - Die Todesgang (San Salvador 2008)
von Christian Poveda
In den Armenvierteln der Hauptstadt San Salvadors haben die Gangs das Sagen. Die ""Mara Salvatrucha" und die "Mara 18" zählen zu den gefährlichsten und brutalsten Gangs Mittelamerikas. Beide stehen miteinander im Krieg, es gibt regelmäßig Tote. Die Gangs bedeuten für ihre Mitglieder alles, sie sind der einzige Ausweg aus der Armut und Familienersatz zugleich. Einmal aufgenommen, kann man sie nicht mehr verlassen. Die Polizei versucht zwar durchzugreifen, ist aber letztlich machtlos gegen die rivalisierenden Banden.


Es war das erklärte Ziel von Christian Poveda, das knallharte Leben in den Gangs von San Salvador zu zeigen. Deshalb verbrachte er mehrere Monate mit verschiedenen Mitgliedern der Mara 18, filmte und begleitete sie bei ihrem Leben und ließ sie erzählen: Wie sie zur Gang stehen, ihre Aufeinandertreffen mit rivalisierenden Gangs, etc.. Bemerkenswert dabei ist, dass die Gangs auf den ersten Blick nicht das bieten, was den Zuschauern für gewöhnlich in billigen Gangsterfilmen geboten wird: Hier gibt es keine reichen Typen, die gefühlte 100 Goldringe an den Fingern tragen und mit der Limousine durch die Gegend fahren. Die hier gezeigten Menschen kämpfen genauso ums Überleben wie jeder andere in den Slums und die Gangs sorgen augenscheinlich höchstens dafür, dass man noch schneller als üblich auf dem Friedhof landet.
Dann beginnt man langsam zu begreifen, was diese Gangs für die Leute so anziehend macht. Die Menschen, die hier gezeigt werden, sind schon lange vor ihrem Eintritt in die Gang mental gebrochen. Von ihren Eltern verstoßen und ohne Unterstützung von irgend jemand anderen, suchten sie nach Halt, den ihnen nur die Gang bieten konnte. Jetzt haben sie eine Familie gefunden, für die sie ohne zu zögern sterben würden, die Liebe der Gang füllt ein emotionales Vakuum. Die Spirale der Gewalt nehmen sie dabei als gegeben hin. Ich habe noch nie eine Dokumentation gesehen, die so viele Beerdigungen zeigt und irgendwann geht einem das Wehklagen der Frauen und die stoisch daneben stehenden Gangmitglieder, die wahrscheinlich gerade dabei sind, gedanklich den Vergeltungsschlag zu planen, unter die Haut.
Poveda schlägt einem das alles ungefiltert ins Gesicht. Er verzichtet darauf, alles in einen größeren Kontext zu setzen und bleibt mit der Kamera hautnah bei seinen Protagonisten. Es wird nur kurz erwähnt, dass die in San Salvador und anderen Ländern tätigen Gangs von Menschen gegründet wurden, die aus den USA zurückkehrten und ihre Organisationen nach den Vorbildern der Banden aus L. A. aufbauten. Dadurch, dass Poveda den Mikrokosmos seiner Protagonisten nie verlässt, wirkt sein Film hin und wieder chaotisch, was der Dokumentation aber zum Vorteil gereicht, da das Leben in den Slums selbst wohl nicht immer in geordneten Bahnen verläuft.
Dennoch gibt es immer wieder Gangmitglieder, die aussteigen möchten. Poveda zeigt einige Ehemalige, die versuchen, eine Bäckerei zu betreiben und wie schwierig es als Aussteiger sein kann, das Vertrauen von Polizei und Mitbürgern zu erlangen - vor allem, wenn man sich die "18" als Gangzeichen überall ins Gesicht tätowiert hat.
Ich finde, dass Poveda mit dieser Dokumentation viel Mut bewiesen hat. Leider hat er diesen mit dem Leben bezahlt. Bei der Arbeit an einer wurde er von den Gang mit vier Schüssen in den Kopf hingerichtet. Ein ehemaliger Polizist hatte der Gang erzählt, dass Poveda während seiner Zeit mit der Gang als Informant für die Polizei gearbeitet haben soll (was von der Polizei bestritten wird). Hinzu kommt, dass vor der Premiere von "La Vida Loca" bereits Raubkopien in San Salvador verbreitet wurden und einige Mara 18-Mitglieder nicht gerade glücklich darüber waren, wie sie von Poveda dargestellt wurden.
Noch ein Wort zum deutschen Titel. Der Zusatz "Die Todesgang" ist so überflüssig wie irreführend. Dadurch werden Assoziationen geweckt, die den Zuschauer einen anderen Film erwarten lassen. Das hat "La Vida Loca" nicht verdient.

Fazit zu La Vida Loca
"La Vida Loca - Die Todesgang" von Christian Poveda ist eine jener Dokumentationen, die man gesehen haben muss, um glauben zu können, dass es so etwas wirklich gibt. Das muss man gesehen haben!

Donnerstag, 21. Mai 2015

Ein Job wie jeder andere erscheint am 4. Juni

Das Cover von "Ein Job wie jeder andere"
Endlich ist es so weit. Das von mir geschriebene Hörspiel "Ein Job wie jeder andere" erscheint am 4. Juni 2015. Hier die Daten:

Thriller, 55 Minuten
Digipak, limitiert auf 500 Exemplare
Empfohlen ab 16 Jahren
Empfohlener Endkundenpreis: 8,95€

Ein Job wie jeder andere (RRR-7003)
Offizielle Synopsis: Eine Auftragskillerin soll für ihren neuen Klienten einen Menschen nicht nur töten, sondern ihn vorher auch zu einem Geständnis bewegen. Trotz perfekter Vorbereitung läuft alles anders als ursprünglich geplant. Definitiv kein Job wie jeder andere.Wie weit kann ein Mensch gehen?

Hier gibt es zwei Szenen als Hörprobe. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie großartig ich mich momentan fühle!!! Wer das Hörspiel schon früher haben möchte: Am 30. 5. auf der Hörmich in Hannover kann man das Hörspiel schon ein paar Tage früher kaufen.

Cast:
Die Rollen und Schauspieler:
KatjaKatrin Daliot
Thomas BergmannDavid Wehle
AuftraggeberBert Stevens
MonikaAnnette Gunkel
ErikaDagmar Bittner
PeterTimo Wussow
BarkeeperJan Koppens


Stab:
RegieLars Dreyer-Winkelmann
BuchLars Dreyer-Winkelmann, Udo Seelhofer
nach der Kurzgeschichte vonUdo Seelhofer
MusikCarsten Sygusch
zusätzliche Songs Monk Tune, dyson Project
Effekte und TonproduktionLars & Manuela Dreyer-Winkelmann, Carsten Sygusch
Schnitt und MischungFrank Holmann
IllustrationRick Melton
GestaltungLars Dreyer-Winkelmann

Dienstag, 19. Mai 2015

Mad Max: Fury Road von George Miller

Mad Max: Fury Road (USA/Australien 2015) von George Miller
In einer postapokalyptischen Welt regiert der Tyrann Immortan Joe mit eiserner Hand über die Menschen. Als seinen Männern der Außenseiter Max Rockatansky (Tom Hardy) in die Hände fällt, benutzen sie diesen als lebende Blutbank für einen von Joes Kriegern. Joes Vormachtstellung wird gefährdet, als einer seiner Capos, die Imperatorin Furiosa (Charlize Theron) Joes Frauen aus ihrem Gefängnis befreit und mit ihnen flieht. Diese Frauen gehören zu den seltenen Menschen gehören, die noch gesunde Kinder auf die Welt bringen können, und sind daher besonders wertvoll. Immortan Joe jagt Furiosa mit allen verfügbaren Männern. Einer von ihnen möchte trotz einer Krankheit an dem Kampf teilnehmen und nimmt Max als lebenden Blutbeutel mit. Als es zu einem ersten Zusammenstoß mit Furiosa kommt, sieht Max seine Chance gekommen, aus der Gefangenschaft auszubrechen...


Als es hieß, dass es mit einem vierten Mad Max-Film ernst werden würde, war ich erst einmal skeptisch. Mad Max ohne Mel Gibson in der Hauptrolle war für mich einfach schwer vorstellbar. Nachdem ich Fury Road gesehen habe, kann ich nur sagen: Was für ein Höllenritt von einem Film.
Eigentlich hat "Mad Max: Fury Road" den falschen Titel, da der heimliche Star Charlize Theron als Furiosa ist. Mad Max wird vor allem in der ersten Hälfte des Films in einigen Actionszenen regelrecht zum Beifahrer degradiert, während Furiosa mit ihren Getreuen  so ziemlich jeden aus dem Weg räumt, der ihr Schwierigkeiten macht. Das geht sogar so weit, dass den Zuschauern die einzige Szene, in der Mad Max alleine loszieht, um einen Teil der Gegner zu eliminieren, gar nicht gezeigt wird - wir sehen nur das flammende Inferno aus großer Entfernung.
Das tut dem Spaß am Geschehen aber keinen Abbruch. "Mad Max: Fury Road" ist ein Actionspektakel ersten Ranges mit packenden Kampfszenen und Verfolgungsjagden. Hinzu kommt, dass hinter den Kulissen offenbar ein Wettbewerb lief, wie viele verrückte Ideen man in einem einzigen Film unterbringen kann. Wem auch immer der Typ mit der E-Gitarre eingefallen ist: DANKE! Der war einfach großartig. Das gilt auch für einige offenbar vom Schaffen HR Gigers inspirierte Desgins (Stichwort: "Muttermilchmaschine").
Ein einziger Minuspunkt muss angemerkt werden: Die Handlung rund um die entflohenen Frauen ist so austauschbar, dass man anstelle von Immortan Joes Harem genauso gut ein Staffelholz der letzten Leichtathletikmeisterschaft auf Furiosas Rückbank hätte legen können - das ganze ist nicht mehr als "Capture the Flag" mit lebenden Objekten.
Schauspielerische Großleistungen werden dem Cast keine abverlangt. Charlize Theron sticht positiv heraus, da sie in den Actionszenen mindestens so glaubwürdig ist wie Tom Hardy (bei der Konfrontation der beiden, hätte ich fast damit gerechnet, dass sie ihm eigenhändig den Kopf abreißt). Ein schöner Schachzug war es auch, dass mit Hugh Keays-Byrne jener Schauspieler den Immortan Joe spielte, der im ersten Teil von 1979 Toecutter verkörperte.
Eine Sache möchte ich jedem, der sich diesen Film ansehen möchte, dringend ans Herz legen: Wartet nicht auf die DVD oder Blu Ray. Geht ins Kino und schaut ihn euch auf der größten Leinwand an, die ihr finden könnt, am besten gleich im IMAX-Format. Die 3D-Effekte sind richtig gut umgesetzt worden und bieten in den Actionszenen tatsächlich einen Mehrwert (was bei anderen 3D-Filmen leider nicht selbstverständlich ist).

Fazit zu "Mad Max: Fury Road"
"Mad Max: Fury Road" bietet furiose Actionszenen, sowie atemberaubende Effekte und Stunts. Wenn die Fortsetzung eine Handlung mit etwas mehr Fleisch bekommt, wird diese wohl der perfekte Actionfilm, zu dem "Fury Road" gerade von Kritikern und Fans stilisiert wird.

Dienstag, 12. Mai 2015

Abraham Lincoln vs. Zombies von Richard Schenkman

Abraham Lincoln vs. Zombies (USA 2012) von Richard Schenkman
Der amerikanische Bürgerkrieg befindet sich auf seinem Höhepunkt, als plötzlich eine Bedrohung auftaucht, die beide Seiten vernichten könnte. Schnell wird klar, dass es sich dabei um wandelnde Tote handelt, die es auf das Fleisch der Lebenden abgesehen haben. US-Präsident Abraham Lincoln, der es in seiner Kindheit schon einmal mit Zombies zu tun bekommen hatte, möchte es sich nicht nehmen lassen, persönlich gegen diese Gefahr vorzugehen. Er landet mit einer Truppe von Elitesoldaten (unter ihnen John Wilkes Booth und Pat Garrett) hinter feindlichen Linien, um die drohende Zombieplage im Keim zu ersticken. Einige Freiwillige (wie zum Beispiel Teddy Roosevelt im Alter von 10 bis 12 Jahren) wollen ihm dabei helfen, aber als sie an ihrem Ziel ankommen, ist es schon fast zu spät...


Asylum mal wieder. "Abraham Lincoln vs. Zombies" ist die Mockbuster-Version von "Abraham Lincoln: Vampire Hunter". Von all den Filmen der Asylanten ist "Abraham Lincoln vs. Zombies" der mit Abstand langweiligste. Dem Film fehlt es vor allem an Originalität. Der gesamte Handlungsverlauf kommt scheinbar aus dem Baukasten für kleine Zombiefilmemacher. Da gibt es diejenigen, welche die Zombies für arme kranke Menschen halten, den einen in der Gruppe, der querschießt (ratet mal, wer das ist)  und am Ende müssen sich diese unterschiedlichen Charaktere zusammenraufen, bevor es am Ende zum großen Zombieschlachten kommt. Da hilft es auch nicht viel, dass die Schauspieler mit angeklebten Bärten und Kostümen verkleidet werden, die von der letzten Faschingsparty übrig geblieben sind.Der Cast ist auch nicht dazu geschaffen, hier irgend etwas zu retten, jede einzelne Dialogzeile wirkt so, als ob ein Praktikant mit Texttafeln hinter der Kamera herumwedelt und die Schauspieler versuchen, dessen krakeelige Schrift zu entziffern. Der einzige, der positiv hervorsticht, ist Bill Oberst Jr., der sich als Abraham Lincoln recht wacker schlägt und in einem guten Film sicher einen passablen Präsidenten abgegeben hätte.
Zwei gute Kleinigkeiten hat der Film trotzdem: Das Make-Up der Zombies ist ganz gut gelungen und Lincolns ausklappbare Sense, mit der er die Untoten meuchelt, ist ziemlich cool. Leider reicht beides nicht aus, um diesen Film zu retten.

Fazit zu Abraham Lincoln vs. Zombies
Der Film ist ein langweiliger und ziemlich überflüssiger Stinker, den man wirklich nicht gesehen haben muss.

Sonntag, 3. Mai 2015

Bait 3D - Haie im Supermarkt von Kimble Rendall

Bait 3D - Haie im Supermarkt (Australien 2012) von Kimble Rendall
Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, in dem zwei Gangster einen Supermarkt überfallen wollen, wird das Gebäude von einem Tsunami erwischt. Kunden, Angestellte und Gangster sind nun im Supermarkt gefangen und müssen zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen. Das ist nicht das größte Problem der Überlebenden: Die Welle hat nicht nur viel Wasser in die Gänge gespült, sondern außerdem einen großen weißen Hai mitgebracht. Das Raubtier hat eine große Portion Hunger mitgebracht und daher Lust auf Menschenfleisch. Da es unter den Überlebenden auch Verletzte gibt, drängt die Zeit. Der Supermarktangestellte Josh muss sein Trauma überwinden und endlich darüber hinwegkommen, dass ein Hai vor einem Jahr seinen besten Freund gefressen hat, wenn er den Menschen dabei helfen will, lebend zu entkommen...


Haie, die durch  die Gänge eines Supermarktes schwimmen und dabei die Kunden fressen? Klingt nach einem lustigen Trashfilm. Der Trailer sieht auch nicht schlecht aus, also habe ich mir den Film gekauft.
Hätte ich das mal lieber gelassen. "Bait 3D - Haie im Supermarkt" schafft es, so zu wirken, als wäre der Film ein Freizeitprojekt von "Humorlos e. V.", die ganze Handlung kommt bis zum Abspann fast ohne einen Witz aus (es gibt genau zwei Szenen, in denen der Film versucht, lustig zu sein, und die gehen gründlich in die Hose). Ansonsten begnügt der Film sich damit, die üblichen Klischees nacheinander abzuhaken und zwar auf möglichst langweiligste Art und Weise. Besonders gut sichtbar ist das an Julian McMahon, dem Star aus Serien wie "Nip/Tuck" und "Charmed", der in jeder Szene so wirkt, als würde er gleich einschlafen. Dass trotzdem jede Szene, in der er vorkommt, ihm gehört, sagt viel über den Rest des Ensembles.

Effekte des Grauens
Die Spezialeffekte geben dem Film schließlich den Rest. Nicht nur, dass die Effekte so aussehen, als ob sie mit meinem alten Amiga 500 gemacht worden wären, sind sie wesentlich schlechter umgesetzt, als in dem schlappe 29 Jahre älteren "Jaws 3-D", was, in Anbetracht der "Qualität" der Effekte im dritten "Jaws" auch eine Leistung ist. Besonders schmerzhaft ist die Eröffnungsszene, in der den Zuschauern ein herausgerissenes Herz gezeigt wird, das ich mit einem alten Paint-Programm schöner gezeichnet hätte.
Mehr gibt es zu diesem langweiligen Machwerk nicht zu sagen. Der Film möge so schnell wie möglich wieder in Vergessenheit geraten, aus dem angekündigten Sequel scheint ja Gott sei Dank nichts geworden zu sein. Ein Kompliment muss ich aber den Leuten aussprechen, die den Trailer gemacht haben: Diesen Schnarcher so aussehen zu lassen, als ob er ein unterhaltsamer FIlm sein könnte, war sicher nicht leicht.

Montag, 13. April 2015

Update zu meinem Hörspiel

Es gibt Neuigkeiten zu meinem Hörspiel, vor ein paar Tagen hat der Labelchef folgende Meldung rausgegeben:

Im März hatten wir Annette Gunkel vor dem Mikro, die auch für einen ganzen Schwung Rollen eingesprochen hat.
Damit ist "Ein Job wie jeder andere" auch endlich komplett - im Dialog-Rohschnitt bin ich mittlerweile zu etwas über zwei Dritteln durch. Dann wirds noch einmal haarig mit den ganzen Sounds, aber wir sind ganz zuversichtlich, dass wir den Titel zum Ende des 1. Halbjahrs fertig haben.

Für die nächsten zwei Wochen könnt ihr euch schon einmal auf die Ankündigung unseres ersten 2015er-Titels freuen.

Quelle: Hörspieltalk