Samstag, 22. November 2014

Dorian Hunter 25 - Die Masken des Dr. Faustus

Dorian Hunter 25 - Die Masken des Dr. Faustus von Zaubermond
Mit dem goldenen Drudenfuß kann Dorian Hunter nun endlich den Dämonendrilling töten. Die Frage ist nur: Wo hält der Dämon sich versteckt? Olivaro würde Hunter das Versteck verraten, dafür verlangt er aber eine Gegenleistung: Der Dämonen-Killer soll sich mit seinem dritten Leben beschäftigen, also jenem, welches auf die tragische Existenz als Juan Garcia de Tabera folgte. Hunter steigt auf den Deal ein. Tatsächlich beginnt er schon bald damit, sich zu erinnern. Mit unabsehbaren Folgen für alle Beteiligten....

Dorian Hunter 25 - Die Masken des Dr. Faustus
Eines vorweg: Die Ausstattung der 25. Folge von Dorian Hunter ist phänomenal. In dem Set sind nicht nur die drei Teile des Hörspieles, sondern ein interessantes Booklet und eine Soundtrack-CD mit insgesamt 19 Tracks, zusammengestellt von Komponist Andreas Meyer persönlich. Mein persönliches Highlight im Booklet ist aber das Interview mit Dieter Hallervorden, der in diesem Dreiteiler die Rolle des Dr. Faust übernommen hat und in ihr wirklich großartig ist. Es war toll, ihn in einer völlig anderen Rolle als gewöhnlich zu erleben. Die anderen Sprecher, vor allem Thomas Schmuckert als Dorian Hunter, stehen dem in nichts nach.

Opulente Inszenierung
Mehr als 50 (!) Sprechrollen gibt es in diesem Hörspiel und dazu kommt eine Soundkulisse, die ihresgleichen sucht. Besonders gelungen ist auch die Art und Weise, wie Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden. So funktioniert die Geschichte wie ein Uhrwerk, ein Zahnrad greift nahtlos ins andere, Mosaikstein für Mosaikstein setzt sich für den Hörer langsam ein Gesamtbild von der erzählten Geschichte zusammen, Längen gibt es beim Hören in meinen Augen keine einzige.

Fazit zur Jubiläumsfolge von Dorian Hunter
Diese Folge ist ein Höhepunkt der gesamten Serie. Großartige Sprecher und eine spannende Geschichte ergeben hier ein tolles Hörspiel vom Zaubermond-Label. Daher gibt es von mir eine uneingeschränkte Empfehlung.

Freitag, 21. November 2014

Fundamentalistische Hasskampagnen

Kath.net ist ein Portal, das einem mit seiner tendenziösen Berichterstattung regelmäßig den Blutdruck in die Höhe treibt. Deshalb meide ich diese Seite sonst wie die Pest, heute sind mir auf Facebook aber zwei Artikel begegnet, die ich nicht unkommentiert stehen lassen möchte.

Der erste ist ein Gastkommentar von Dennis Pfeifer, der den Titel "Die Fundamentalisten und ihre Hasskampagnen" trägt. Darin geht es um einen Artikel von Hannelore Crolly in der "Welt", in dem die Autorin beim Thema Abtreibung wohl nicht ganz die Pfeifersche Meinung teilt. Auf jeden Fall dauert es nicht lange, bis Pfeifer die erste Sicherung durchbrennt:

"Wer sich heute für ungeborene Kinder einsetzt, ist ein radikaler Fundamentalist. Und wer es auch noch wagt, gegen eine Abtreibungsklinik zu demonstrieren, betreibt eine Hasskampagne."

Schauen wir doch einmal, was eine für Pfeifer wohl normale Demonstration gegen eine Abtreibungsklinik ist. Laut dem Artikel der "Welt" setzten die Abtreibungsgegner alles daran, zukünftige Vermieter einer Abtreibungsklinik zu verunsichern, um so zu verhindern, dass die Betreiber einen neuen Mietvertrag bekommen. Dazu kommen dann noch die im Artikel angesprochenen Beschimpfungen im Internet ich dabei noch gar nicht. Besonders widerlich sind die Aktionen, bei denen die Frauen direkt vor der Tür mit Puppen, Plakaten und dergleichen belästigt werden.  Was genau hat das noch mit einer normalen Demonstrationen zu tun? Genau: Gar nichts. Trotzdem stellt Pfeifer es so hin, als würde es sich bei diesen Leuten um heldenhafte weiße Ritter handeln.
Schön ist auch das nächste Zitat:

"Möchte ein Journalist seine persönliche Meinung kundtun, muss er das Stilmittel des Kommentars wählen."

Danke für die Belehrung. Dumm nur, dass diese Aussage hier völlig sinnlos ist, denn der angesprochene Artikel ist so ausgewogen, wie es geht. Es kommen Befürworter und Gegner zu Wort. Es ist allerdings bezeichnend, dass die Gegner sich durch ihre eigenen Worte diskreditieren. Ein kleiner Teil des Artikels passt aber zu 100 Prozent: Die Überschrift. Sie passt sehr gut auf Kath.net und die dortige Stammkundschaft.

Hexenjagd 2.0
Der zweite Artikel ist dieser hier: Eklat in Linz: Theologe Bucher beschimpft Lehre der Kirche
An diesem Bericht stören mich zwei Dinge. Erstens wird hier eine - zugegebenermaßen provokant formulierte - Äußerung absichtlich zu etwas aufgeblasen, was sie nicht ist, nämlich ein angeblicher Skandal. Aber schon klar, "Eklat in Linz" bringt wahrscheinlich mehr Klicks als die Wahrheit, oder?
Punkt 2 finde ich noch perfider. Wer runterscrollt, wird feststellen, dass unter dem Artikel die Mailadressen von allen erwähnten Personen. Da dies der einzige Artikel ist, bei dem solche Kontaktdaten veröffentlicht wurden, stellt sich schon die Frage, warum das gerade hier so gehandhabt wurde. Wenn ich die völlig aufgebauschte Geschichte lese, fällt mir nur ein Grund ein: Hier wird offenbar versucht, einen Shitstorm gegen die betreffenden Personen auszulösen. Wisst ihr was, liebe Leute von kath.net? Wenn ihr auf das Niveau von "Bild" oder "Heute" kommen wollt, dann müsst ihr euch wahrscheinlich auf die Zehen stellen, kann das sein? Ich weiß jetzt jedenfalls wieder, wieso ich eure Seite meide wie der Teufel das Weihwasser.

Dienstag, 18. November 2014

Romeo & Julia - Hörspiel vom Amor Verlag

William Shakespeares Romeo & Julia Hörspiel vom Amor Verlag (2012)
Eine Inhaltsangabe zu "Romeo & Julia" erspare ich mir an dieser Stelle (Spoiler: Die beiden sterben am Schluss) und komme gleich zur Beurteilung.
Das Anliegen des Amor Verlages, jungen Menschen die alten Klassiker schmackhaft machen zu wollen, ist ja eigentlich ein sehr schönes, das mir als ehemaligen Deutschlehrer durchaus gefällt. In dieser speziellen Bearbeitung werden auf einer CD die wichtigsten Szenen von den Sprecherinnen und Sprechern gespielt, während ein Erzähler zusammenfasst, was in der Zwischenzeit passiert ist. Das so zu machen ist keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass Jugendliche heutzutage eher keine Lust darauf haben, sich zwei bis drei Stunden lang hinzusetzen und ein Hörspiel anzuhören. Die Kürzungen wurden mit großer Behutsamkeit und Respekt gegenüber dem Werk von William Shakespeare vorgenommen. Leider ist es damit schon mit den guten Ideen vorbei.

Reine Trockenübung
Es ist sehr schade, dass man sich dazu entschlossen hat, das Hörspiel nicht nur ohne Musik, sondern außerdem ohne Soundkulisse zu inszenieren. So wirkt das Hörspiel wie eine reine Trockenübung der Sprecherinnen und Sprecher, der Text erwacht einfach nicht zum Leben, der Funke springt zu keinem Zeitpunkt über, man hat eher das Gefühl, den Proben einer Theatergruppe zuzuhören und nicht etwa einem richtigen Hörspiel. Das liegt nicht nur an der (fehlenden) Inszenierung, sondern zum Teil auch an den Sprecherinnen und Sprechern, oder vielmehr an der Besetzung mancher Rollen durch die Verantwortlichen. Dabei handelt es sich zwar ohne Ausnahme um gute und erfahrene Schauspielerinnen und Schauspieler (vor allem Silke Franz und Alexander Weikmann haben mir in den Hauptrollen sehr gut gefallen). Aber es reißt einen schon ein wenig aus der Geschichte, wenn Julias Amme, ihre Mutter und Julia selbst allesamt beinahe gleich alt klingen. Außerdem merkt man an manchen Stellen, dass der Text die Sprecherinnen und Sprecher einiger unbedeutender Nebenfiguren doch ein wenig überfordern dürfte, so richtig flüssig gehen ihnen ein paar Passagen nicht von der Zunge. Das hält sich aber in sehr engen Grenzen und es wäre eventuell gar nicht aufgefallen, wenn die Texte nicht nur "trocken" eingesprochen worden wären, sondern eine Soundkulisse diese unterstützt hätte.

Gute Idee, schlechte Ausführung
Es tut mir ein wenig leid, das sagen zu müssen, aber dieses Hörspiel wird sein Ziel, junge Menschen für Shakespeare zu begeistern, eher nicht erreichen. Das ist sehr schade, hier hat man eine gute Gelegenheit vertan.

Montag, 17. November 2014

Wenn du eine Sonde auf einem Kometen landest, dann zieh bitte nicht das falsche T-Shirt an!

Vor vier Tagen bin ich über folgenden Artikel gestolpert: I don't care if you landed a spacecraft on a comet, your shirt is sexist and ostracizing. Den solltet ihr lesen, bevor ihr hier weiter schaut.

Ich fand diesen Artikel in höchstem Maße faszinierend und möchte daher ein kleines Gedankenexperiment durchführen. Stellen wir uns einfach einmal vor, es hätte sich hier nicht um einen Wissenschaftler, sondern um eine Wissenschaftlerin gehandelt, die diese außerordentliche Leistung vollbracht hätte. Und dann wird sie von einigen Männern nicht aufgrund ihrer Leistung, sondern aufgrund ihres Outfits beurteilt. Was, das wäre sexistisch? Wieso ist es dann bei einem Mann in Ordnung, der ein T-Shirt getragen hat, das noch dazu von einer Frau für ihn entworfen wurde?

Noch ein Zusatz: Ich frage mich auch, wie die Reaktion ausgefallen wäre, wenn unsere fiktive Wissenschaftlerin ein T-Shirt mit halbnackten Männern getragen hätte. Hätten die jetzt Empörten darauf hingewiesen, dass ihnen das auch nicht gefällt? Oder hätten sie bestenfalls geschrieben, welch tolles Beispiel für Frauenpower sie nicht wäre? Ich glaube (leider) eher letzteres.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Der New York Ripper von Lucio Fulci

Der New York Ripper (Italien 1982) von Lucio Fulci
In New York treibt ein Serienmörder sein Unwesen, dessen größtes Vorbild offenbar Donald Duck ist - jedes Mal, wenn er - sobald er wieder einen Mord begangen hat - bei dem abgehalfterten Detective Fred Williams, der die Ermittlungen in diesem Fall leitet, anruft und mit seinen Taten angibt, quakt er wie eine Ente auf Speed in den Telefonhörer. Bei seinen Taten liebt der Gesuchte es, seine wehrlosen Opfer mit einer Rasierklinge zu schneiden und sie möglichst langsam zu töten. Williams verbündet sich mit dem anerkannten Psychologen Paul Davis, um dem Morden Einhalt zu gebieten. Ihre Zusammenarbeit wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, denn der Mörder hat sich sein nächstes Opfer bereits ausgesucht und es auch entführt. Nun steht das ermittelnde Duo noch mehr unter Druck, denn die entführte Frau ist Detective Williams mehr als nur bekannt. Während die Polizei fieberhaft daran arbeitet, den Mörder rechtzeitig zu finden, enthüllt Davis Schritt für Schritt die Hintergründe und die Motivation des Täters...

Der New York Ripper von Lucio Fulci
Hat sich die obige Inhaltsangabe auch nur ansatzweise so angehört, als wäre "Der New York Ripper" ein spannender Film? Wenn ja, dann hat sie dem Film etwas voraus, der ist nämlich ein Ausbund an Langeweile. Man merkt, dass Fulci die Handlung ziemlich egal war und es ihm nur darum ging, die einzelnen Mordszenen irgendwie miteinander zu verbinden und mehr schlecht als recht Spielfilmlänge zu erreichen. Dabei bringt Fulci auch noch das Kunststück fertig, alle Frauen in diesem Machwerk dermaßen unerotisch wirken zu lassen, dass man nicht anders kann, als ihm hier Absicht zu unterstellen, denn dass Fulci von Frauen allgemein keine allzu hohe Meinung gehabt haben dürfte, ist ja bekannt (siehe zum Beispiel die Interviews auf der DVD von Woodoo). Diese Gefühle lebt er auch bei den Mordszenen, die hauptsächlich aus laaaangsaaamen und blutigen Schnitten mit der Rasierklinge und unendlichem Gekreische der Mordopfer bestehen, voller Inbrunst aus.
(Achtung, für den folgenden Absatz schicke ich eine Spoilerwarnung voraus) Besonders bescheuert ist die Motivation des Killers. Dieser ermordet Frauen, weil er es für ungerecht hält, dass seine Tochter an Krebs sterben muss. Ist ja völlig klar, dass da nur ein paar blutige Morde an völlig unschuldigen Frauen helfen, oder etwa nicht? Das nervige Quaken macht er deshalb andauernd, weil sich seine Tochter (die er übrigens nie besucht - wirklich ein ganz toller Vater, dieser Typ) im Krankenhaus immer Donald-Duck-Cartoons ansieht. Die fand er wohl sehr inspirierend (wobei ich sofort glaube, dass Donald Duck unserem Mörder intellektuell haushoch überlegen ist). Die Schauspieler wirken jedenfalls die ganze Zeit über so, als ob sie ganz genau wüssten, in was für einem Dreck sie hier mitspielen und schauen dermaßen emotionslos, als hätten sie in der Steven Seagal School of Acting ihren Abschluss gemacht.

Fazit zum New York Ripper
Es wäre besser gewesen, wenn Fulci bei seinen Horrorfilmen geblieben wäre, denn die sind wenigstens unterhaltsam. "New York Ripper" ist maximal als Schlafmittel zu gebrauchen, wenn man müde genug ist, um über die Blödheit des Drehbuchs hinweg zu sehen.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Avengers 2: Age of Ultron Trailer


Auf "Avengers 2: Age of Ultron" freue ich mich jetzt schon! Hier gibt es noch ein Video dazu:


Count me in!

Cabin Fever von Eli Roth

Cabin Fever (USA 2002) von Eli Roth
Fünf junge Freundinnen und Freunde wollen in einer Hütte im Wald Ferien machen. Kaum sind sie dort angekommen, treffen sie einen Mann, der offensichtlich schwer krank ist und ihnen das Auto mit Blut vollkotzt. Da sie Angst haben, sich anzustecken, vertreiben sie den Fremden gewaltsam. Da die mysteriöse Krankheit bei dem Obdachlosen schon sehr fortgeschritten ist, stirbt er, und kippt dabei unglücklicherweise in den nahen, für die Trinkwasserversorgung der Gegend wichtigen, See. So verbreiten sich die Viren nun rasend schnell in der ganzen Gegend. Es dauert nicht lange, bis das erste Gruppenmitglied Symptome der Krankheit zeigt, die nicht gerade unblutig sind. Ab diesem Zeitpunkt ist die Panik bei den anderen natürlich groß. Sie können nicht in die nahe liegende Stadt, da der Wagen nicht anspringt, und sie haben keine Ahnung, ob und wie diese Krankheit ansteckend ist. Zwei aus der Gruppe versuchen, zu Fuß in die Kleinstadt zu kommen, sie bemerken aber schnell, dass die Bewohnerinnen und Bewohner ihnen nicht gerade freundlich gesonnen sind. Da die Angst immer größer wird, drehen die vier Verbliebenen immer mehr durch und gehen aufeinander los, anstatt gemeinsam abzuhauen. Da sie immer wieder Wasser trinken, zeigen bald auch die anderen Symptome. Wenn noch irgend jemand überleben soll, müssen die Protagonisten schnell handeln...


Cabin Fever von Eli Roth
Die Filme von Eli Roth sind bestenfalls ein zweischneidiges Schwert. Man kann Roth zwar ein gewisses Bemühen, einen unterhaltsamen Film zustande zu bringen, zwar nicht absprechen, nur gelingen tut ihm das beileibe nicht immer. Umso amüsanter sind dann die Versuche seiner Fans, Filmen wie "Hostel" eine tiefere Bedeutung zu verleihen (ein besonders "gelungenes" Beispiel findet ihr hier). So gesehen warte ich nur darauf, dass jemand ignoriert, dass der Film schon 12 Jahre alt ist und ihn zu Roths Kommentar zur Ebola-Panik erklärt oder so (aber vielleicht kommt das dann mit dem geplanten Remake).
"Cabin Fever" war Roths erster Film. Eigentlich hätte er danach gleich wieder mit dem Filmemachen aufhören können, denn seither erzählt er immer wieder die gleiche Geschichte. Eine Gruppe von unsympathischen Deppen fährt irgendwo hin und wird an ihrem jeweiligen Ziel von irgendetwas oder -jemanden getötet. Dabei ist es zweitrangig, ob das durch ein Virus, Kannibalen oder andere durchgeknallte Psychopathen geschieht - es ist immer das gleiche Storykonstrukt, das von Roth einmal mehr, einmal weniger stark variiert wird. "Cabin Fever" ist immerhin noch die unterhaltsamste Variation, die Eli Roth zustande gebracht hat (wobei die Messlatte hier nicht allzu hoch liegt).
"Cabin Fever" hält sich nicht lange mit einer Einführung auf. Nicht lange nach der Ankunft der Protagonisten geht es mit dem Terror los und die Spezialeffekte sind sehr gut gelungen. Die Schauspieler sind zwar kein Academy Award-Material, aber ich habe in diesem Genre schon wesentlich schlechtere Leistungen gesehen. Der einzige, den man vielleicht kennen könnte, ist Rider Strong (DAS wäre mal ein Name für einen B-Movie-Helden!), der vor einer halben Ewigkeit in der Serie "Das Leben und ich" mitgespielt hat.

Alte Horrorfilmkrankheit
Das Hauptproblem von "Cabin Fever" ist die alte Krankheit, die viele Filme dieses Genres mit sich herumschleppen: Die Protagonisten schaffen es immer wieder, von allen Handlungsmöglichkeiten die dümmstmögliche auszwählen, um sich so in eine immer ausweglosere Situation zu manövrieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Szene, in der zwei von ihnen in die Kleinstadt wollen, um Hilfe zu holen und es schaffen, nicht nur mit leeren Händen zurück zu kommen, sondern gleich noch den Verdacht auf sich zu lenken, dass sie für die Verbreitung der Seuche verantwortlich wären. Szenen wie diese machen es dem Zuschauer sehr schwer, sich mit irgend jemandem in dem Film zu identifizieren.
Die Blu Ray von "Cabin Fever" geht in Ordnung. Bild und Ton sind fantastisch, als Extras gibt es verschiedene Audiokommentare mit Eli Roth, Hauptdarsteller Rider Strong, dem Rest der Besetzung und der Filmcrew. Außerdem ist noch das von Eli Roth gemacht DVD-Intro mit drauf.

Fazit zu Cabin Fever
"Cabin Fever"ist ein leidlich unterhaltsamer Horrorfilm, der weder einen besonderen Höhe- noch einen Tiefpunkt im Horrorgenre darstellt. Man kann ihn sich zwar einmal ansehen, sollte aber nichts besonderes davon erwarten.

Hier gehts zum Review von Cabin Fever 2.