Donnerstag, 21. Mai 2015

Ein Job wie jeder andere erscheint am 4. Juni

Das Cover von "Ein Job wie jeder andere"
Endlich ist es so weit. Das von mir geschriebene Hörspiel "Ein Job wie jeder andere" erscheint am 4. Juni 2015. Hier die Daten:

Thriller, 55 Minuten
Digipak, limitiert auf 500 Exemplare
Empfohlen ab 16 Jahren
Empfohlener Endkundenpreis: 8,95€

Ein Job wie jeder andere (RRR-7003)
Offizielle Synopsis: Eine Auftragskillerin soll für ihren neuen Klienten einen Menschen nicht nur töten, sondern ihn vorher auch zu einem Geständnis bewegen. Trotz perfekter Vorbereitung läuft alles anders als ursprünglich geplant. Definitiv kein Job wie jeder andere.Wie weit kann ein Mensch gehen?

Hier gibt es zwei Szenen als Hörprobe. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie großartig ich mich momentan fühle!!! Wer das Hörspiel schon früher haben möchte: Am 30. 5. auf der Hörmich in Hannover kann man das Hörspiel schon ein paar Tage früher kaufen.

Cast:
Die Rollen und Schauspieler:
KatjaKatrin Daliot
Thomas BergmannDavid Wehle
AuftraggeberBert Stevens
MonikaAnnette Gunkel
ErikaDagmar Bittner
PeterTimo Wussow
BarkeeperJan Koppens


Stab:
RegieLars Dreyer-Winkelmann
BuchLars Dreyer-Winkelmann, Udo Seelhofer
nach der Kurzgeschichte vonUdo Seelhofer
MusikCarsten Sygusch
zusätzliche Songs Monk Tune, dyson Project
Effekte und TonproduktionLars & Manuela Dreyer-Winkelmann, Carsten Sygusch
Schnitt und MischungFrank Holmann
IllustrationRick Melton
GestaltungLars Dreyer-Winkelmann

Dienstag, 19. Mai 2015

Mad Max: Fury Road von George Miller

Mad Max: Fury Road (USA/Australien 2015) von George Miller
In einer postapokalyptischen Welt regiert der Tyrann Immortan Joe mit eiserner Hand über die Menschen. Als seinen Männern der Außenseiter Max Rockatansky (Tom Hardy) in die Hände fällt, benutzen sie diesen als lebende Blutbank für einen von Joes Kriegern. Joes Vormachtstellung wird gefährdet, als einer seiner Capos, die Imperatorin Furiosa (Charlize Theron) Joes Frauen aus ihrem Gefängnis befreit und mit ihnen flieht. Diese Frauen gehören zu den seltenen Menschen gehören, die noch gesunde Kinder auf die Welt bringen können, und sind daher besonders wertvoll. Immortan Joe jagt Furiosa mit allen verfügbaren Männern. Einer von ihnen möchte trotz einer Krankheit an dem Kampf teilnehmen und nimmt Max als lebenden Blutbeutel mit. Als es zu einem ersten Zusammenstoß mit Furiosa kommt, sieht Max seine Chance gekommen, aus der Gefangenschaft auszubrechen...


Als es hieß, dass es mit einem vierten Mad Max-Film ernst werden würde, war ich erst einmal skeptisch. Mad Max ohne Mel Gibson in der Hauptrolle war für mich einfach schwer vorstellbar. Nachdem ich Fury Road gesehen habe, kann ich nur sagen: Was für ein Höllenritt von einem Film.
Eigentlich hat "Mad Max: Fury Road" den falschen Titel, da der heimliche Star Charlize Theron als Furiosa ist. Mad Max wird vor allem in der ersten Hälfte des Films in einigen Actionszenen regelrecht zum Beifahrer degradiert, während Furiosa mit ihren Getreuen  so ziemlich jeden aus dem Weg räumt, der ihr Schwierigkeiten macht. Das geht sogar so weit, dass den Zuschauern die einzige Szene, in der Mad Max alleine loszieht, um einen Teil der Gegner zu eliminieren, gar nicht gezeigt wird - wir sehen nur das flammende Inferno aus großer Entfernung.
Das tut dem Spaß am Geschehen aber keinen Abbruch. "Mad Max: Fury Road" ist ein Actionspektakel ersten Ranges mit packenden Kampfszenen und Verfolgungsjagden. Hinzu kommt, dass hinter den Kulissen offenbar ein Wettbewerb lief, wie viele verrückte Ideen man in einem einzigen Film unterbringen kann. Wem auch immer der Typ mit der E-Gitarre eingefallen ist: DANKE! Der war einfach großartig. Das gilt auch für einige offenbar vom Schaffen HR Gigers inspirierte Desgins (Stichwort: "Muttermilchmaschine").
Ein einziger Minuspunkt muss angemerkt werden: Die Handlung rund um die entflohenen Frauen ist so austauschbar, dass man anstelle von Immortan Joes Harem genauso gut ein Staffelholz der letzten Leichtathletikmeisterschaft auf Furiosas Rückbank hätte legen können - das ganze ist nicht mehr als "Capture the Flag" mit lebenden Objekten.
Schauspielerische Großleistungen werden dem Cast keine abverlangt. Charlize Theron sticht positiv heraus, da sie in den Actionszenen mindestens so glaubwürdig ist wie Tom Hardy (bei der Konfrontation der beiden, hätte ich fast damit gerechnet, dass sie ihm eigenhändig den Kopf abreißt). Ein schöner Schachzug war es auch, dass mit Hugh Keays-Byrne jener Schauspieler den Immortan Joe spielte, der im ersten Teil von 1979 Toecutter verkörperte.
Eine Sache möchte ich jedem, der sich diesen Film ansehen möchte, dringend ans Herz legen: Wartet nicht auf die DVD oder Blu Ray. Geht ins Kino und schaut ihn euch auf der größten Leinwand an, die ihr finden könnt, am besten gleich im IMAX-Format. Die 3D-Effekte sind richtig gut umgesetzt worden und bieten in den Actionszenen tatsächlich einen Mehrwert (was bei anderen 3D-Filmen leider nicht selbstverständlich ist).

Fazit zu "Mad Max: Fury Road"
"Mad Max: Fury Road" bietet furiose Actionszenen, sowie atemberaubende Effekte und Stunts. Wenn die Fortsetzung eine Handlung mit etwas mehr Fleisch bekommt, wird diese wohl der perfekte Actionfilm, zu dem "Fury Road" gerade von Kritikern und Fans stilisiert wird.

Dienstag, 12. Mai 2015

Abraham Lincoln vs. Zombies von Richard Schenkman

Abraham Lincoln vs. Zombies (USA 2012) von Richard Schenkman
Der amerikanische Bürgerkrieg befindet sich auf seinem Höhepunkt, als plötzlich eine Bedrohung auftaucht, die beide Seiten vernichten könnte. Schnell wird klar, dass es sich dabei um wandelnde Tote handelt, die es auf das Fleisch der Lebenden abgesehen haben. US-Präsident Abraham Lincoln, der es in seiner Kindheit schon einmal mit Zombies zu tun bekommen hatte, möchte es sich nicht nehmen lassen, persönlich gegen diese Gefahr vorzugehen. Er landet mit einer Truppe von Elitesoldaten (unter ihnen John Wilkes Booth und Pat Garrett) hinter feindlichen Linien, um die drohende Zombieplage im Keim zu ersticken. Einige Freiwillige (wie zum Beispiel Teddy Roosevelt im Alter von 10 bis 12 Jahren) wollen ihm dabei helfen, aber als sie an ihrem Ziel ankommen, ist es schon fast zu spät...


Asylum mal wieder. "Abraham Lincoln vs. Zombies" ist die Mockbuster-Version von "Abraham Lincoln: Vampire Hunter". Von all den Filmen der Asylanten ist "Abraham Lincoln vs. Zombies" der mit Abstand langweiligste. Dem Film fehlt es vor allem an Originalität. Der gesamte Handlungsverlauf kommt scheinbar aus dem Baukasten für kleine Zombiefilmemacher. Da gibt es diejenigen, welche die Zombies für arme kranke Menschen halten, den einen in der Gruppe, der querschießt (ratet mal, wer das ist)  und am Ende müssen sich diese unterschiedlichen Charaktere zusammenraufen, bevor es am Ende zum großen Zombieschlachten kommt. Da hilft es auch nicht viel, dass die Schauspieler mit angeklebten Bärten und Kostümen verkleidet werden, die von der letzten Faschingsparty übrig geblieben sind.Der Cast ist auch nicht dazu geschaffen, hier irgend etwas zu retten, jede einzelne Dialogzeile wirkt so, als ob ein Praktikant mit Texttafeln hinter der Kamera herumwedelt und die Schauspieler versuchen, dessen krakeelige Schrift zu entziffern. Der einzige, der positiv hervorsticht, ist Bill Oberst Jr., der sich als Abraham Lincoln recht wacker schlägt und in einem guten Film sicher einen passablen Präsidenten abgegeben hätte.
Zwei gute Kleinigkeiten hat der Film trotzdem: Das Make-Up der Zombies ist ganz gut gelungen und Lincolns ausklappbare Sense, mit der er die Untoten meuchelt, ist ziemlich cool. Leider reicht beides nicht aus, um diesen Film zu retten.

Fazit zu Abraham Lincoln vs. Zombies
Der Film ist ein langweiliger und ziemlich überflüssiger Stinker, den man wirklich nicht gesehen haben muss.

Sonntag, 3. Mai 2015

Bait 3D - Haie im Supermarkt von Kimble Rendall

Bait 3D - Haie im Supermarkt (Australien 2012) von Kimble Rendall
Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, in dem zwei Gangster einen Supermarkt überfallen wollen, wird das Gebäude von einem Tsunami erwischt. Kunden, Angestellte und Gangster sind nun im Supermarkt gefangen und müssen zusammenarbeiten, wenn sie überleben wollen. Das ist nicht das größte Problem der Überlebenden: Die Welle hat nicht nur viel Wasser in die Gänge gespült, sondern außerdem einen großen weißen Hai mitgebracht. Das Raubtier hat eine große Portion Hunger mitgebracht und daher Lust auf Menschenfleisch. Da es unter den Überlebenden auch Verletzte gibt, drängt die Zeit. Der Supermarktangestellte Josh muss sein Trauma überwinden und endlich darüber hinwegkommen, dass ein Hai vor einem Jahr seinen besten Freund gefressen hat, wenn er den Menschen dabei helfen will, lebend zu entkommen...


Haie, die durch  die Gänge eines Supermarktes schwimmen und dabei die Kunden fressen? Klingt nach einem lustigen Trashfilm. Der Trailer sieht auch nicht schlecht aus, also habe ich mir den Film gekauft.
Hätte ich das mal lieber gelassen. "Bait 3D - Haie im Supermarkt" schafft es, so zu wirken, als wäre der Film ein Freizeitprojekt von "Humorlos e. V.", die ganze Handlung kommt bis zum Abspann fast ohne einen Witz aus (es gibt genau zwei Szenen, in denen der Film versucht, lustig zu sein, und die gehen gründlich in die Hose). Ansonsten begnügt der Film sich damit, die üblichen Klischees nacheinander abzuhaken und zwar auf möglichst langweiligste Art und Weise. Besonders gut sichtbar ist das an Julian McMahon, dem Star aus Serien wie "Nip/Tuck" und "Charmed", der in jeder Szene so wirkt, als würde er gleich einschlafen. Dass trotzdem jede Szene, in der er vorkommt, ihm gehört, sagt viel über den Rest des Ensembles.

Effekte des Grauens
Die Spezialeffekte geben dem Film schließlich den Rest. Nicht nur, dass die Effekte so aussehen, als ob sie mit meinem alten Amiga 500 gemacht worden wären, sind sie wesentlich schlechter umgesetzt, als in dem schlappe 29 Jahre älteren "Jaws 3-D", was, in Anbetracht der "Qualität" der Effekte im dritten "Jaws" auch eine Leistung ist. Besonders schmerzhaft ist die Eröffnungsszene, in der den Zuschauern ein herausgerissenes Herz gezeigt wird, das ich mit einem alten Paint-Programm schöner gezeichnet hätte.
Mehr gibt es zu diesem langweiligen Machwerk nicht zu sagen. Der Film möge so schnell wie möglich wieder in Vergessenheit geraten, aus dem angekündigten Sequel scheint ja Gott sei Dank nichts geworden zu sein. Ein Kompliment muss ich aber den Leuten aussprechen, die den Trailer gemacht haben: Diesen Schnarcher so aussehen zu lassen, als ob er ein unterhaltsamer FIlm sein könnte, war sicher nicht leicht.

Montag, 13. April 2015

Update zu meinem Hörspiel

Es gibt Neuigkeiten zu meinem Hörspiel, vor ein paar Tagen hat der Labelchef folgende Meldung rausgegeben:

Im März hatten wir Annette Gunkel vor dem Mikro, die auch für einen ganzen Schwung Rollen eingesprochen hat.
Damit ist "Ein Job wie jeder andere" auch endlich komplett - im Dialog-Rohschnitt bin ich mittlerweile zu etwas über zwei Dritteln durch. Dann wirds noch einmal haarig mit den ganzen Sounds, aber wir sind ganz zuversichtlich, dass wir den Titel zum Ende des 1. Halbjahrs fertig haben.

Für die nächsten zwei Wochen könnt ihr euch schon einmal auf die Ankündigung unseres ersten 2015er-Titels freuen.

Quelle: Hörspieltalk 

Samstag, 11. April 2015

Das Loch von Richard Laymon

Das Loch von Richard Laymon
Es ist nicht die Woche der jungen Pamela: Erst bringt ein psychopathischer, ehemaliger Mitschüler ihren Ehemann um und entführt sie in seinem Auto. Kaum ist sie ihm entkommen, wird sie von einem seltsamen Busfahrer aufgelesen, der sie in ein Kaff namens Pits mitten in der Einöde bringt. Dessen Einwohner scheinen nur auf den ersten Blick nett zu sein...
Zur gleichen Zeit nimmt der harmlose Student Norman zwei Anhalter mit, die sich schnell als durchgeknallte Psychopathen herausstellen. Auf ihrem Weg durch das Land kommen sie irgendwann in das Kaff, in dem sich Pamela befindet. Damit fangen Pamelas Probleme erst so richtig an, denn Norman ist von dem Serienkillerpärchen, das er mitgenommen hat, zunehmend fasziniert und entschließt sich dazu, ihnen nachzueifern. Pamela soll sein erstes Opfer werden...

Das Loch von Richard Laymon
Eigentlich wollte ich Richard Laymon nach Night Show keine zweite Chance mehr geben. Warum ich dann irgendwann doch gnädig gestimmt war und mir den halbwegs interessant klingenden "Das Loch" gekauft habe, weiß ich selbst nicht mehr. Eines kann ich nun aber mit Sicherheit sagen: "Das Loch" ist der letzte Roman von Laymon, den ich jemals lesen werde, denn das Buch ist tatsächlich noch blöder als "Night Show".

Außenseiter sind das pure Böse
Durch "Night Show" und "Das Loch" zieht sich ein gemeinsames Thema: Wenn der Autor eine Figur als Außenseiter charakterisiert, dann stimmt etwas nicht mit ihr. Entweder handelt es sich dann um einen verrückten Stalker oder einen perversen Triebtäter, etwas anderes gibt es in Laymons Büchern nicht. Pamelas ehemaliger Schulkollege ist ein besonders widerwärtiges Beispiel für diesen Stereotyp: Fett, hässlich, pervers, stinkend und ungewaschen, ist er auch noch vollkommen verblödet. Besonders deutlich wird das in der Szene, in der Pamela seinen Klauen entkommt. Ihr Entführer kommt nämlich auf die geniale Idee, sie den Cheerleadertanz, den sie mit ihrem Team in der High School aufgeführt hat, auf offener Straße tanzen zu lassen. Dafür entfernt er ihre Fesseln und denkt tatsächlich, dass Pamela brav für ihn tanzen wird, ohne einen Fluchtversuch zu unternehmen. Pamela schlägt ihn dann mit einem Cheerleadermove k.o. (wie hat der Fettsack es geschafft, Pamelas Mann umzubringen?) und rennt weg. Weit kommt sie allerdings nicht, denn sie rennt schnurstracks in die Arme des bereits erwähnten Busfahrers. Da fragt man sich beim Lesen schon, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man an einem Tag einem durchgeknallten Mörder entkommt, nur gleich der örtlichen Kannibalen-Community in die Arme zu laufen. Gott sei Dank sind die Kannibalen aber liebe Menschenfresser, die nur böse Individuen in die Pfanne hauen. Pamela arrangiert sich erschreckend schnell damit, Menschen zu Koteletts zu verarbeiten, also kommt den Hinterwäldlern unser Mörderpärchen samt Nachwuchskiller Norman, die natürlich auch irgendwann im gleichen Kaff aufschlagen, gerade recht. Hinzu kommen Sexszene, die auf eine Art und Weise eklig sind, dass ich hier gar nicht näher darauf eingehen möchte. (Ich will aber trotzdem nicht unerwähnt lassen, dass ich nicht wusste, dass man mit Titten Fußmassagen verabreichen kann. Jetzt würde ich dieses Wissen gerne wieder vergessen, wenn es geht.)
Mit dem Handlungsstrang rund um Norman und den von ihm aufgegabelten Psychopathen erschlägt sich dieses Machwerk schließlich endgültig selbst, weil Laymon sich hier an einer psychologischen Zeichnung der Figuren versucht und dabei grandios scheitert. Das merkt man vor allem an der Figur des Serienmörders Duke, von dem Laymon so gerne hätte, dass wir ihn für eine Mischung aus James Dean und Clyde Barrow halten und der doch nur ein billiges Abziehbild von beiden ist. Dennoch muss man beim Lesen wiederholt längere Passagen ertragen, in denen Norman hin und her gerissen ist, weil er ja eigentlich verschwinden möchte, aber gleichzeitig von Duke so sehr fasziniert ist, dass er immer mehr so wird wie er. Außerdem teilt Norman sich mit seinem großen Vorbild eine ebenfalls mitreisende Frau, die er zwar regelmäßig vögelt, von der er aber selbst andauernd sagt, dass sie aussieht wie ein Schwein. Ich hole mir schon einmal eine Kotztüte.

Langeweile überall
Nun könnte man einwenden, dass Laymon eher nicht wegen ausgefeilter Charaktere, sondern vielmehr wegen seiner angeblich knallharten Horrorszenen gelesen wird. Warum dem so ist, kann ich beim besten Willen nicht verstehen, denn wenn man sich die besagten Sequenzen vor Augen führt, wird einem schnell klar, dass Laymon nach dem immer gleichen Muster vorgeht: In Handlungsstrang A kommt hin und wieder ein Psychopath nach Pits, macht dort Ärger und wird anschließend von Pamela und Co erst filetiert und dann aufgefuttert. Handlungsstrang B läuft dafür so ab: Norman und Co bekommen Ärger mit jemandem, den sie unterwegs treffen, und bringen diese Person um. Zwischendurch vögeln alle die Mitreisende.

Fazit zu "Das Loch"
Ich kann nicht verstehen, wieso die Verlage mit Büchern von Richard Laymon nun, Jahre nach seinem Tod die Horrorregale in deutschsprachigen Buchläden überschwemmen. Wer ein ähnlich gelagertes Buch lesen will, das aber wesentlich besser geschrieben ist, sollte sich an "Verkommen" von Bryan Smith oder Jack Kilborns "Das Hotel" halten. "Das Loch" ist reine Zeitverschwendung.

P.S.: Der deutsche Titel soll wohl auf das kleine Kaff Pits anspielen. Im Original heißt das Buch "Into the Fire".

Montag, 30. März 2015

Warlock - Satans Sohn von Steve Miner

Warlock - Satans Sohn (USA 1989) von Regisseur Steve Miner
Im Jahr 1689 in Salem. Massachusetts, steht ein Warlock (Julian Sands) kurz vor der Vollstreckung seines Todesurteils. In der Nacht bevor er seinem Henker vorgeführt wird, reißt ihn ein magischer Zyklon in die Gegenwart des Jahres 1989. Hexenjäger Redferne (Richard E. Grant), der den Warlock schon einmal bekämpft hat, springt todesmutig hinterher. Schnell ist klar, was der Warlock will: Er möchte die drei Teile einer verschollenen Bibel der Hexen wieder zusammenfügen. Wenn dieses unheilige Buch wieder vereint wird, enthüllt es den wahren, geheimen Namen Gottes, welcher - rückwärts ausgesprochen - die gesamte Schöpfung in ihr Gegenteil verkehrt. Wenn Redferne den Warlock aufhalten will, muss er den letzten Teil, der dem Warlock noch fehlt, für immer in Sicherheit bringen. Das ist gar nicht so leicht, da Redferne sich im 20. Jahrhundert nur sehr schwer zurecht findet (während der Warlock damit offensichtlich keine Probleme hat). Die junge Kassandra (Lori Singer) hilft ihm dabei. Gemeinsam treten sie dem Warlock entgegen, um die Welt vor dem Untergang zu retten...


(Spoilerwarnung voraus, auch wenn der Film schon etwas älter ist) Ach, Kindheitserinnerungen. Steve Miners "Warlock - Satans Sohn" habe ich zum ersten Mal mit zwölf Jahren gesehen. Als ich mir kürzlich die Blu Ray gekauft habe, war ich aber gar nicht so sicher, ob ich mir diese Erinnerung eventuell zerstören will, wenn der Film vielleicht nicht so toll ist, wie ihn in Erinnerung hatte. Tja, was soll ich sagen...der Film gefällt heute noch besser als damals.
Mit 12 hat sich mir vor allem die Szene eingebrannt, in welcher der Warlock einer besessenen Wahrsagerin die Augen herausschneidet, weil er mit ihnen die Teile der Hexenbibel schneller finden kann. Als die beiden Augäpfel auf Julian Sands Handfläche nach links und rechts schauten, habe ich mich vor Gelächter gar nicht mehr eingekriegt. Trotzdem muss gesagt werden, dass die Augen - wie alle anderen Spezialeffekte - sehr gut gemacht waren.
Ein weiterer Vorteil des Filmes ist, dass Regisseur Steve Miner (der danach noch unter anderem das Mel Gibson-Schmalzdrama "Forever Young", sowie 1999 "Lake Placid" ablieferte und heute vor allem TV-Serien dreht) die Geschichte so flott inszeniert, dass man gar nicht die Zeit hat, sich über manche Löcher in der Handlung zu wundern und Julian Sands liefert als Warlock eine Performance ab, bei der man ihm den Spaß bei der Rolle sofort ansieht. Das bekannteste Gesicht des Castes gehört wohl Lori Singer, die fünf Jahre vor "Warlock" die weibliche Hauptrolle in "Footloose" mit Kevin Bacon.

Mehr Komödie als Horror
An der oben geschilderten Szene kann man es schon erkennen: Bei "Warlock" liegt der Fokus wesentlich mehr auf Spaß statt auf Grusel. Von daher ist die Freigabe ab 18 Jahren stark übertrieben, da die meisten blutigen Szenen auch in der ungeschnittenen Fassung nur andeutungsweise zu sehen sind. Meist wird den Zuschauern nur kurz das blutige Ergebnis präsentiert, die Taten selbst sieht man nicht. Wenn der Film heute entstanden wäre, hätte man ihn maximal ab 16 freigegeben (und wenn ich über die Altersfreigabe von Inglourious Basterds nachdenke, wäre "Warlock" wohl für Kinder ab 12).

Fazit zu Warlock - Satans Sohn
Den Nostalgiebonus kurz beiseite gelassen, ist "Warlock - Satans Sohn" ein sehr unterhaltsamer Film, mit dem Freunde von B-Movies nicht viel falsch machen können. Absoluter Kult!