Mittwoch, 3. Februar 2016

The Hateful Eight von Quentin Tarantino

The Hateful Eight (USA 2016) von Quentin Tarantino
Der Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russell) möchte mit der Kutsche die von ihm zu überführende Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) nach Red Rock an den Galgen bringen. Zu seinem Leidwesen zwingt ein heftiger Schneesturm seine Kutsche zu einem Zwischenstopp. Als wäre das noch nicht genug, muss er auch noch zwei von ihm nicht eingeplante Fahrgäste (Samuel L. Jackson und Walton Goggins) mitnehmen, die zufällig dasselbe Ziel haben wie er. Als die unfreiwillige Fahrgemeinschaft bei "Minnies Miederwarenladen" ankommt, um dort Schutz vor dem Sturm zu suchen, merken Ruth und die anderen schnell, dass etwas nicht stimmt. Erstens sind weder Minnie noch ihr Mann Sweet Dave anwesend und zweitens verhalten sich alle anderen Anwesenden äußerst seltsam. Für Ruth ist schnell klar: Mindestens einer von ihnen spielt falsch. Nun gilt es, Daisy Domergues Verbündeten möglichst schnell zu finden, da dieser nur auf eine Gelegenheit wartet, um alle anderen auszuschalten...


Eines gleich vorweg: "The Hateful Eight" ist ein Musterbeispiel für alle Stärken und Schwächen von Quentin Tarantino. Praktischerweise lassen diese sich in eine schwächere erste und stärkere zweite Hälfte des Filmes einteilen.
Die Einführung der Charakter in der ersten Stunde dauert. Und dauert. Und.....ach Herrgott noch einmal, sind die immer noch nicht in der Hütte angekommen?? Ja, ich weiß, dass man sich einen Tarantino-Film auch deshalb ansieht, weil seine Dialoge nicht nur dazu da sind, die Handlung voranzutreiben, sondern weil sie auch einen gewissen Coolness-Faktor haben und das ist auch gut so. Aber Kurt Russell dabei zuzuhören, wie er zweimal dasselbe 30-minütige Gespräch mit zwei verschiedenen Typen führt ("Lass mich in die Kutsche!" - "Nein, ich mag dich nicht!" - "Aber es ist kalt im Schneesturm!" - "Okay, na gut!" und das halt auf eine halbe Stunde ausgedehnt) ist schon ein wenig zu viel des guten, das hätte man locker kürzen können. Zwar kann man sich die Zeit mit der hübsch abgefilmten Landschaft vertreiben, aber ich war im Kino, um einen Western zu sehen und nicht das ORF-Wetterpanorama.
Interessant wird die Geschichte mit dem Eintreffen der Fahrgemeinschaft bei ihrem Unterschlupf und dem ersten Auftritt der restlichen Charaktere. Ab dem Moment, in dem klar wird, dass der Verdacht, dass einer dieser Männer falsch spielt, berechtigt ist, fesselt "The Hateful Eight" die Zuschauer an ihre Stühle. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Szene, in der es Domergues Verbündetem (natürlich von den Zusehern unerkannt) gelingt, unbemerkt den Kaffee zu vergiften. Ich habe selten einen so stillen Kinosaal gesehen, das ganze Publikum war darauf konzentriert, zu sehen, wer sich eine Tasse Kaffee nimmt, wer letzten Endes auch daraus trinkt und wer sich scheinbar gar nicht für das Getränk interessiert. Wer bei der obigen Inhaltsangabe an Tarantinos "Reservoir Dogs" denkt, muss nicht befürchten, hier nur eine Neuauflage derselben Handlung in einem anderen Setting vorgesetzt zu bekommen. Tarantino schafft es, die Ausgangslage und den Fortlauf der Handlung so abzuwandeln, dass sich die Ähnlichkeiten in Grenzen halten.
Eine absolute Klasse für sich sind die schauspielerischen Leistungen. Jennifer Jason Leigh wurde völlig zurecht für den Oscar nominiert. Tim Roth, Kurt Russell, Walton Goggins, Samuel L. Jackson, Michael Madsen, Bruce Dern - sie alle haben die Möglichkeit in zumindest einer Szene zu glänzen, ohne dabei die Handlung allzu sehr auszubremsen. So wie es in einem guten Ensemblefilm sein soll.
Wie oben bereits angesprochen, spielt die Kameraarbeit von Robert Richardson wie immer in einer eigenen Liga. Das gilt auch für den Score von Ennio Morricone, der hier zum ersten Mal seit 40 Jahren die Musik für einen Western komponierte. "The Hateful Eight" ist außerdem der erste Film, für den Tarantino zum größten Teil einen originalen Soundtrack verwendet hat und nicht auf bereits existierende Stücke zurückgriff. Zu guter Letzt mochte ich die Idee, dass der Film so getan hat, als wäre die Handlung in der Überlängen-Pause im Kino weiter gelaufen (es wurde nach der Pause eine kurze "Das ist in den 15 Minuten passiert, in denen ihr auf dem Klo wart"-Zusammenfassung präsentiert).

Fazit zu "The Hateful Eight"
Tarantinos neuester Streich ist ein Western, der anfangs viel zu langsam in die Gänge kommt, in der zweiten Hälfte die Kurve kriegt, sodass ich zu einem positiven Gesamturteil komme. Schaut euch den Film auf der großen Leinwand an.

Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht von J. J. Abrams

Star Wars: Das Erwachen der Macht (USA 2015) von J. J. Abrams
30 Jahre nach dem Untergang des Imperiums gibt es mit der so genannten "Ersten Ordnung" eine neue Bedrohung. Als die Schrottsammlerin Rey einen Droiden mit dem Namen BB-8 findet, ahnt sie noch nicht, dass dieser Informationen gespeichert hat, die zu dem lange verschollenen Luke Skywalker führen. Während Rey gemeinsam mit dem ehemaligen Stormtrooper Finn, Han Solo und Chewbacca versucht, die gespeicherten Daten zu den Rebellen zu bringen, ist die "Erste Ordnung" unter der Führung von Kylo Ren ebenfalls hinter dem geheimen Aufenthaltsort Skywalkers her....

Star Wars Episode 7 - Das Erwachen der Macht
Die Star Wars-Filme war jene Trilogie, die mich im Alter von sechs Jahren zum Nerd gemacht hat. Als ich hörte, dass J. J. Abrams nach den recht missratenen Prequel-Filmen eine Fortsetzung dreht, habe ich mich - trotz aller Skepsis - sehr darauf gefreut. Rezensionen wie die vom Wortvogel haben die Vorfreude noch gesteigert und die Trailer sahen auch fantastisch aus. Hier ein Beispiel:


Die Voraussetzungen für einen großartigen Filmabend waren also durchaus gegeben. Das Positive zuerst: Die Effekte und der Look des Films sind Weltklasse. Der von John Boyega gespielte Finn ist einer der interessantesten Charakter im ganzen Franchise. Seine Entwicklung vom widerwilligen Stormtrooper hin zum Deserteur und Rebellen ist wirklich interessant. Es freut mich auch, dass mit Daisy Ridleys Rey eine glaubhafte, weibliche Actionheldin die Protagonistin ist. Außerdem sind sowohl John Boyega, als auch Daisy Ridley echte Entdeckungen, die hoffentlich in noch vielen Filmen zu sehen sein werden.

Leider hat die Handlung einen ganzen Haufen Probleme, die man nicht so einfach ignorieren kann. Das störendste betrifft gleich die Hauptfigur des Filmes, Rey. In der Original-Trilogie brauchte Luke ganze zweieinhalb Filme (oder - um die im Film erzählte Zeit zu berücksichtigen - mindestens mehrere Monate), um zu einem halbwegs passablem Kämpfer zu werden. Rey schafft das - selbst wenn man den Unterschied zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit so großzügig wie möglich auslegt - in wenigen Stunden. Dass sie danach besser ist als Kylo Ren, der sein halbes Leben lang trainiert hat, versteht sich natürlich von selbst (obwohl er verwundet war, dürfte er mit einer Anfängerin, die gerade zum ersten Mal ein Laserschwert trägt, keine Probleme haben). Schade finde ich auch, dass die Geschichte des Sturmtruppen-Deserteurs Finn, die jede Menge interessanten Stoff hergegeben hätte, in der zweiten Hälfte des Filmes so auf die Seite geschoben wird.
Was Kylo Ren angeht: Dass er sich selbst im Film wie ein Vader-Fangirl aufführt kann man ja gerade noch verkraften. Was mich gestört hat, war dass Abrams auf jeglichen Aufbau von Suspense verzichtet und ihn seinen Helm viel zu früh abnehmen lässt. Bei Darth Vader war es so, dass seine mystisch-bedrohliche Aura auch daher kam, dass man bis fast zum Ende keinen blassen Schimmer hat, wie Vader unter seinem Helm aussieht. Die Chance hat man hier leider vertan und dass Adam Driver als Kylo Ren aussieht wie die Teenie-Version von Severus Snape, hilft da auch nicht entscheidend weiter. Kollege Dirk vom Buddelfisch schreibt, dass Kylo Ren absichtlich als Jammergestalt dargestellt wird, die dem großen Darth Vader nacheifert und dabei offensichtlich scheitert. Hoffen wir, dass er recht hat und die Figur nicht einfach nur schlecht geschrieben ist.
Im Herzen ist dieser Film nichts weiter als eine Neuauflage von Episode IV. Es werden Punkt für Punkt dieselben Plottwists aufgefahren und nicht einmal auf irgendeine Art und Weise abgewandelt. Das muss zwar nichts Schlechtes sein, aber es ist schon bemerkenswert, wie wenig originell dieser von offenbar allen Fans gefeierte Film ist. Da hilft auch die alte Garde mit ihren Auftritten nichts.

Fazit zu Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht
Ich wünschte, ich hätte im Kino dieselbe Begeisterung gespürt wie der oben verlinkte Wortvogel. Wer mit dem Film glücklich ist, hat natürlich auch meinen Segen. Ich selbst habe in ihm leider nicht das gefunden, was ich mir erhofft habe. "Das Erwachen der Macht" ist nicht wirklich schlecht. Er ist belanglos. Das ist für einen Film wie diesen fast noch schlimmer.

Montag, 18. Januar 2016

Gastbeitrag von Claudia Junger

Swans Song - Nach dem Ende der Welt von Robert McCammon
Etwas verspätet lade ich hier einen weiteren Gastbeitrag zum Geburtstag meines Blogs im Jahr 2015 hoch. Claudia Junger ist die Chefin von "Krimi & Co". Ich habe sie darum gebeten, für die Alltagshirngespinste einen Buchtipp zu schreiben und sie war sofort von der Idee begeistert. Viel Spaß beim Lesen!

Lieber Bloggerkollege Udo,
ich gratuliere dir hiermit sehr herzlich zum vierten Bloggeburtstag. Ich freue mich über die Möglichkeit, bei dir einen Gastbeitrag veröffentlichen zu dürfen. Du fragtest mich nach einem besonderen Buchtipp und den gebe ich dir sehr gerne:

Während das englischsprachige Original "Swan Song" vom Autor Robert R. McCammon 1996 in einem einzigen Band erschien, entschied sich der FESTA Verlag im Juni 2015, daraus zwei Bände zu machen und zwar "Swans Song 1 - Nach dem Ende der Welt" und "Swans Song 2 - Das scharlachrote Auge". Wer auf außergewöhnliche, packende und spannende Endzeitstorys steht, der kommt an "Swans Song" nicht vorbei. Beide Bücher waren „Krimi & Co. Highlights“.


Klappentext:
Swans Song – Buch 1: Nach dem Ende der Welt
Der legendäre Endzeit-Thriller. Düster, brutal und mit epischer Wucht erzählt.
In diesem Endzeit-Thriller beschreibt der Bestsellerautor die Welt nach der atomaren Apokalypse. Die menschliche Zivilisation bricht zusammen und die wenigen Überlebenden werden in eine vorindustrielle Welt katapultiert, in der sie zu hungrigen Bestien mutieren.
Der nukleare Winter senkt sich wie ein Leichentuch über die verkohlte Erde.
Durch dieses verstrahlte Land wandert Swan – das neunjährige Mädchen spürt, dass etwas Übernatürliches am Werk ist: das personifizierte Böse, das die Menschheit endgültig vernichten will. Swan erlebt die ultimative Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse.
Meine Meinung:
Sehr selten bin ich restlos von einem Buch begeistert (das völlig misslungene Cover bewerte ich allerdings nicht mit) und bei “Swans Song 1” ist es so. Hier stimmt einfach alles: Der Plot, der Stil, die Figuren. Zugegeben, die ersten Seiten fand ich zunächst nicht so prickelnd, aber klar, irgendwie musste es ja zum Atomschlag kommen. Als Swan dann ins Spiel kam, war es direkt um mich geschehen. Mich hat das Buch sehr mitgenommen und ich kann es direkt in einem Atemzug mit “Das letzte Gefecht” von Stephen King nennen. Wenn ich ganz ehrlich bin, hat es mir sogar noch ein wenig besser gefallen.Fazit: Spannend, hart, berührend. Ein großartiges Buch. Unbedingt lesenswert!

Broschiert: 450 Seiten
Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1 (14. Juni 2015)
Sprache: Deutsch
Klappentext:
Swans Song - Das scharlachrote Auge von Robert McCammon
Swans Song – Buch 2: Das scharlachrote Auge
Eine erkaltete, hoffnungslose Welt. Heimgesucht von einer uralten bösen Macht.
Er ist der Mann mit dem scharlachroten Auge, der Mann der vielen Masken. Er vereint die Kraft der menschlichen Gier und des Wahnsinns. Er durchstreift das nuklear verstrahlte Land auf der Suche nach einem Kind, dem Mädchen mit dem Namen Swan.
Das Kind muss vernichtet werden, denn es besitzt die Gabe. Swan kann dem toten Boden wieder Leben geben und den Menschen somit Rettung bringen …
Das Ende der Welt ist nur der Start für den letzten Kampf der Menschheit.

Meine Meinung:
Auch hier muss ich es erwähnen: Das Cover finde ich furchtbar und es passt absolut nicht zur Story. Aber das war es auch schon an negativer Kritik.
Es geht weiter mit Swan, ihren Freunden und Widersachern. Und wie. Der Autor Robert McCammon gönnt dem Leser keine Pause. Hochspannend, teilweise sehr brutal, aber immer glaubwürdig und stimmig, wird mit Teil 2 die Story zum Abschluß gebracht. Es ist einfach unmöglich, dieses Buch aus der Hand zu legen. Swans Song 1 und Swans Song 2 gehören zu den besten Büchern, die ich je gelesen habe. Absolute Kaufempfehlung!
Fazit: Furioses Finale rund um Swan. Packend und hochspannend. Ein Muss!
Broschiert: 450 Seiten
Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1 (14. Juni 2015)
Sprache: Deutsch


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Codename Apocalypse von Hubert de La Bouillerie

Codename Apocalypse (USA 1997) von Hubert de La Bouillerie
Das Raumschiff Agamemnon taucht, nachdem es 30 Jahre lang verschollen war, völlig überraschend wieder auf. Dies weckt natürlich Begehrlichkeiten und so dauert es nicht lange, bis eine Bergungscrew unter dem Kommando der Pilotin J. T. Wayne den Frachter, der gigantische Energiereserven transportiert hatte, betritt. Was Wayne und ihre Leute nicht wissen: Ein Teil der frisch angeheuerten Crew spielt falsch. Als wäre das nicht schlimm genug, stellt sich schnell heraus, dass sich die Agamemnon auf Kollisionskurs mit der Erde befindet und neben den Energiereserven außerdem noch genügend nukleare Sprengköpfe geladen hat, um ein Viertel der Planetenoberfläche zu verbrennen. Um diese Katastrophe zu stoppen, müssen Wayne und Co die Sicherheitssperren umgehen. Dabei gibt es ein Problem: Die Passwörter wurden von einem durchgeknallten Crewmitglied mit Shakespeare-Zitaten verschlüsselt...

Aus welchen Gründen auch immer weigert sich Blogger standhaft, den Trailer hier einzubinden, deshalb verlinke ich ihn hier.

Nach den "Freuden", die ich mit Filmen wie "Gott ist nicht tot" oder "Paranormal Activity" beschert hatten, war es mal wieder Zeit für einen ordentlichen Trashfilm. Ich wollte einen kurzweiligen Actionreißer mit möglichst vielen Explosionen. Bekommen habe ich einen Film, der mit einem der größten WTF-Momenten der Filmgeschichte anfängt. Schaut euch die Anfangsszene einfach mal hier auf YouTube an. Nein, das macht im Kontext auch keinerlei Sinn. Aber ich finde es großartig, wie Laura San Giacomo sich voll reinhängt und vollkommen over the top geht mit ihrer Performance.
Leider geht es von da an ein wenig bergab und der Film wird zu einer gewöhnlichen "Wir müssen die Welt retten"-Geschichte, die vor Logiklöchern nur so strotzt. Da wäre zunächst einmal die Frage, was Waynes Gegenspieler Vendler eigentlich für einen Plan hat. Klar, er will gemeinsam mit seinen Komplizen auf dem Schiff bleiben und die ganze Ladung einsacken. Nur: Wieso glaubt er, dass es hilfreich ist, die Crew, die er bescheißen will, schon vorher umzubringen, vor allem, wenn eine davon der einzige Pilot ist? Dass er bei den mit Shakespeare-Zitaten verschlüsselten Passwörtern den einzigen an Bord erschießt, der Shakespeares Werke gelesen hat (und der noch dazu der Hacker ist, der alle Sperren umgehen soll), ist auch nicht gerade hilfreich. So kommt es, dass unseren Helden nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst mit den Nuklearwaffen in die Luft zu jagen, bevor diese die Erde erreichen. Was hätte denn dagegen gesprochen, erst einmal mit den anderen zusammen zu arbeiten und sie hinterher zu "entsorgen"? So funktioniert das dramatische Ende leider überhaupt nicht, da alle nur deshalb sterben müssen, weil ein einziger sich aufführt wie ein hirntoter Esel.
So ist es kein Wunder, dass einem von den Schauspielern maximal Magerkost geboten wird. Sandra Bernhard trägt den ganzen Film lang den selben Gesichtsausdruck spazieren. Matt McCoy und Frank Zagarino bemühen sich, so unmemorabel wie möglich zu sein, während Cameron Dye (die nominelle Hauptrolle) seine Dialoge hölzerner spricht als der berühmte Stapel Bretter. Einzig Laura San Giacomo ist auf ihre Art großartig, wenn sie bei jedem Auftritt sämtliche nach oben offenen Beklopptheitsskalen sprengt.
Trotzdem hat mich "Codename Apocalypse" sehr gut unterhalten. Hubert de La Bouillerie inszeniert den Film sehr flott, es fliegt ständig irgendwo was in die Luft und die Effekte sind ganz passabel umgesetzt worden. Wer Lust auf einen kleinen, unterhaltsamen Actionfilm hat, macht mit "Codename Apocalypse" nichts falsch.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Gott ist nicht tot von Harold Cronk

Gott ist nicht tot (USA 2014) von Harold Cronk
Der junge Student Josh Wheaton hat sich dazu entschieden, Philosophie bei Professor Radisson als Wahlfach zu belegen. Aber schon in der ersten Stunde kommt es zum Eklat. Radisson fordert die Studenten auf, den Satz "Gott ist tot" auf ein Blatt Papier zu schreiben und dieses unterschrieben bei ihm abzugeben. Josh kann das nicht tun - er ist ein gläubiger Christ. Professor Radisson reagiert auf die Weigerung eher unentspannt. Nachdem er zunächst beim Versuch, Josh zu erpressen scheitert fordert er diesen dazu auf, seinen Standpunkt in den nächsten drei Stunden durch drei je 20 Minuten lange Vorträge zu verteidigen. Wenn es Josh gelingt, die Mehrheit der anwesenden Studenten zu überzeugen, wird er den Kurs bestehen, wenn nicht, lässt Radisson ihn mit Pauken und Trompeten durchfallen. Josh nimmt die Herausforderung an, obwohl ihm seine Freundin verbieten möchte, seine Note zu gefährden. Das ist nicht das einzige Hindernis, das Josh überwinden muss: Radisson hat offenbar persönlich ein Problem mit Joshs Standpunkt und setzt alles daran, ihn scheitern zu sehen.

Hach, die Freuden christlicher Fundi-Propaganda. Nachdem ich mit Left Behind schon so viel "Spaß" hatte, dachte ich, dass es unmöglich schlimmer werden könne. Ich hatte ja keine Ahnung. "God's Not Dead" ist der verlogenste Scheißfilm des 21. Jahrhunderts.
Das fängt schon bei den Charakterisierungen der Antagonisten an. Wenn wir nach diesem Film gehen, sähe unsere Welt so aus (ab hier gilt eine Spoilerwarnung):

1. Jeder Nichtchrist auf diesem Planeten ist laut Harold Cronk ein Arschloch, das nur folgendes im Sinn hat: Christen zu diskriminieren, sie öffentlich zu beschämen und/oder die eigene Familie psychisch und physisch zu misshandeln.

2. Christen sind in den USA nicht etwa die Mehrheit, sie sind eine Minderheit, die - siehe Punkt 1 - von allen Seiten bedrängt und verspottet wird.

3. PhilosophieprofessorInnen sind Arschgeigen. Ausnahmslos.

4. Kevin Sorbo und die Drehbuchautoren haben keine Ahnung von Atheismus.

5. Keiner am Set hatte eine Ahnung davon, wie Philosophieunterricht (oder Unterricht generell) funktioniert.

ad 1) In "God's Not Dead" gibt es zwei Arten von Menschen: Gläubige und radikale Atheisten/Moslems (dass zwischen diesen beiden ein Unterschied besteht, ist dem Film erstma egal). Während erstere als freundliche, tolerante Menschen dargestellt, sind sämtliche Nicht- und Andersgläubige arrogante, selbstverliebte Arschlöcher, deren Lebensinhalt es ist, Gottes Fans zu verunglimpfen.

ad 2) Als Professor Radisson verlangt, dass seine Studierenden die Worte "Gott ist tot" auf ein Blatt Papier schreiben, ist Josh tatsächlich der einzige, der sich weigert. Wenn man sich vor Augen hält, wie viele tief gläubige Menschen es in den USA gibt, ist das kaum glaubwürdig. Es ist aber durchaus möglich, dass sich einige dieser Menschen so sehen: Als eine Gruppe von Menschen, die - da immer mehr es wagen, ihren Ansichten zu widersprechen - das Gefühl haben, dass sich die Welt gegen sie verschworen hat (und ich gehe jede Wette, dass darin der Hauptgrund für Entstehung und Erfolg dieses Filmes liegt).

ad 3) Dieser Punkt wird vor allem in der Dinner-Szene mit Professor Radisson, dessen KollegInnen und Radissons Lebensgefährtin evident. Radisson möchte bei seinen KollegInnen groß auftrumpfen, lädt alle zu einer Dinnerparty ein und spielt den großen Zampano. Dabei hat er nichts besseres zu tun, als seine Freundin zur Küchenhilfe zu degradieren und seine Freundin wegen des Weines niederzumachen- sie hatte es gewagt, den Wein im Auto liegen zu lassen. Kann ein Wein eigentlich wirklich so schnell schlecht werden, indem man ihn maximal drei bis vier Stunden im Auto liegen lässt und so der Hitze aussetzt? Ich frage, weil es nicht so aussieht, als ob der Film im Hochsommer gedreht worden ist (wenn man die Flasche nicht gerade direkt hinter die Windschutzscheibe legt und das Auto mit voller Absicht in die pralle Sonne gestellt hat, hatte es bestimmt keine 30 Grad im Wageninneren). Ja, ich weiß, dass ich abschweife, aber Radisson und seine KollegInnen machen so ein Drama daraus, dass die Frau dieses schwere, unverzeihliche Verbrechen an der Menschheit begangen hat, dass sie sie allesamt mit Blicken kreuzigen. Das Ziel der Szene ist so klar, wie es plump umgesetzt wurde: Die ach so bemitleidenswerte Christin wird von den bösen Atheisten erst degradiert und hinterher gedemütigt, so wie es - wenn man nach diesem Film geht - alle Atheisten mit allen Christen dieser Welt vorhaben. Ich möchte kotzen.

ad 4) Dass Kevin Sorbo keinen blassen Schimmer von Atheismus hat, habe ich festgestellt, als ich ein paar Interviews mit ihm gelesen und gesehen habe. Wie man so wenig Ahnung vom Thema haben und dennoch einen Film darüber machen kann, ist mir ein Rätsel. Kleiner Tipp: Die ganzen Atheisten begegnen einem nicht ganz so wütend, wenn man sie zur Abwechslung mal als Menschen darstellt und nicht als arrogante Arschlöcher mit Minderwertigkeitskomplex? Ich glaube, das könnte helfen.

ad 5) Ein Philosophieprofessor, der keine Diskussionen über die Existenz Gottes, also eine der größten Fragen seines Faches, zulassen will? Wie kann der sich eigentlich auf seinem Lehrstuhl halten? Mit der Hilfe seiner charmanten Persönlichkeit bestimmt nicht. Philosophie lebt doch von der Diskussion, was bringt es da, genau diese zu verhindern? Anfangs könnte man ja noch die Hoffnung haben, dass Radisson damit provozieren und eine Debatte auslösen möchte. Diese löst sich spätestens dann in Rauch auf, wenn Radisson Josh im Korridor zur Rede stellt und offen damit droht, dass er ihn durchfallen lässt, wenn er nicht sofort seinen Standpunkt ändert.

Diese fünf Punkte ziehen sich bis in die kleinste Nebenrolle durch. Das beste Beispiel dafür ist Dean Cain, dessen Rolle nur dazu da ist, damit seine demente Mutter ihm erzählen kann, dass der Teufel Menschen wie ihm oft ein sorgenfreies Leben ermögliche, damit es sie später umso härter trifft, wenn sie zur Hölle fahren. Sprachs, und in der näcshten Szene überfährt Dean Cain Kevin Sorbo mit seinem Auto (na wenigstens ist jetzt die Frage geklärt, ob Herkules oder Superman stärker ist, hahaha.) Da hilft es auch nichts, dass der Film ganz passabel aussieht und - für ein Machwerk, das nur zwei Millionen Dollar kostete - mit guten schauspielerischen Leistungen aufwarten kann.

Fazit zu Gott ist nicht tot
Harold Cronks "God's not Dead" ist ein Paradebeispiel für einen verlogenen Propagandafilm. Der Streifen verdreht die Argumente der Gegenseite mit voller Absicht und stellt alle Andersdenkenden als überhebliche Drecksäcke dar, um so die Protagonisten (und das eigene Publikum) zu Helden in einem Kampf zu stilisieren, den es gar nicht geben müsste, wenn die Menschen ein wenig mehr Toleranz zeigen würden.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Rom von William J. MacDonald und John Milius

Rom (GB & USA 2005) von William J. MacDonald und John Milius
Im Jahre 50 vor Christus geht der gallische Krieg unter dem genialen Feldherrn Julius Cäsar langsam in seine entscheidende Phase. Cäsars Ruf eilt diesem bis nach Rom voraus. Die römischen Senatoren sehen Cäsars Erfolge mit bestenfalls gemischten Gefühlen: Sie haben Angst, dass der Feldherr seine Popularität beim einfachen Volk dazu benutzen könnte, sich an die Macht zu putschen und so der Republik ein Ende zu setzen. Dass dieser nach seinem Sieg über Gallier dafür sorgt, dass sein Gefolgsmann Markus Antonius gegen den Willen des Senates zum Volkstribun gemacht wird, beruhigt Cicero und Co auch nicht gerade. Es entbrennt ein Machtkampf zwischen Cäsar und dem mächtigen Feldherrn Pompeius, der ein blutiges Ende findet, als Cäsar mit seinem Heer den Rubikon überquert und Pompeius vertreibt. Damit beginnt der wahre Kampf um Rom aber gerade erst...


Bevor der ganze Hype um "Game of Thrones" losging, gab es eine Serie, die einen gar nicht so kleinen Anteil daran hatte, dass GoT überhaupt entstanden ist: "Rom". Die Parallelen zwischen beiden Shows ist von Anfang an offensichtlich. Beide erzählen eine Geschichte von turbulenten Zeiten, wo tödliche Intrigen an der Tagesordnung standen. Genauso wie in Game of Thrones ist es in Rom keine Garantie dafür, dass man die nächste Episode noch erlebt, nur weil man zu den einflussreicheren Persönlichkeiten des Imperiums gehört (obwohl man bei "Rom" zumindest einige Tode voraussehen kann, wenn man sich ein wenig mit der Geschichte des römischen Imperiums auskennt). So ziemlich jede Szene beider Serien ist in Intrigen getränkt, die regelmäßig in explosiven Gewalt- und Sexszenen gipfeln und die Zuschauer liebten das damals bei "Rom" genauso wie heute bei GoT.
Es ist sehr schade, dass "Rom" aufgrund der hohen Kosten (übrigens auch etwas, aus dem Game of Thrones gelernt hat) vorzeitig eingestellt wurde. Immerhin teilte man das den Verantwortlichen rechtzeitig mit, sodass sie zumindest die Geschichte rund um den Machtkampf nach Cäsars Tod abschließen konnten. Bei der in meinen Augen nicht zu leugnenden Verwandtschaft zwischen den beiden Serien ist es nicht verwunderlich, dass immerhin drei Mitglieder des Rom-Ensembles bei "Game of Thrones" dabei sind: Ciarán Hinds, der hier Julius Cäsar spielt, ist dort als Mance Rayder zu sehen und Indira Varma, in "Rom" Lucius Vorenus' Frau Niobe, gibt in GoT Ellaria Sand. Nummer Drei im Bunde ist Tobias Menzies, der in "Rom" den Brutus spielt und in GoT als Edmure Tully zu sehen ist (andere sehen das mit Auftritten in GoT anscheinend nicht so locker).
GoT und "Rom" sind sich ähnlich, das gleiche sind sie aber beileibe nicht. Der größte Unterschied ist natürlich, dass "Rom" keine Fantasygeschichte erzählt. Dabei ist es ein wenig schade, dass man sich bei "Rom" für eine Geschichte entschieden hat, die bereits hinlänglich bekannt ist, obwohl es in dieser Epoche genügend andere Persönlichkeiten gäbe, deren Biografien Stoff für ein halbes Dutzend Serien hergeben würden. Vielleicht hätte eine unbekanntere Geschichte, deren Ende nicht so viele Menschen kennen, dabei geholfen, dass die Serie doch nicht eingestellt wird (wobei mir natürlich klar ist, dass man mit Cäsar, Cleopatra und Co. auf der sicheren Seite ist).
Es gibt viele Gründe, sich diese Serie anzusehen. Kevin McKidd und Ray Stevenson sind als Lucius Vorenus und Titus Pullo großartig, die Hass-Freundschaft der beiden trägt die ganze Serie. Dasselbe gilt für Ciarán Hinds als Cäsar oder Polly Walkers Darstellung von Octavians Mutter Atia. Das gilt auch für den Rest des Casts (ich würde ja gerne jeden einzeln mit Lob überschütten Für mich war aber immer James Purefoy als Markus Antonius der Hauptgrund, jede Folge aufzsaugen wie ein Schwamm. Purefoy schafft es im Handumdrehen, aus Markus Antonius, den man in gleichem Maße hasst und sympathisch findet, mit dem man in der einen Minute lachen und ihm in der nächsten den Kopf abreißen möchte (obwohl man den Versuch besser lassen sollte, wenn man gerne am Leben ist).
Was "Rom" angeht, schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Natürlich hätte ich gerne gesehen, was MacDonald und Milius noch alles in petto hatten (ursprünglich waren ja noch fünf weitere Staffeln geplant). Andererseits hätte es dann GoT in dieser Form nicht gegeben, denn zwei so aufwändige Serien hätte HBO wohl kaum gestemmt. So erfreue ich mich einfach an dem, was da ist.

Fazit zu Rom
"Rom" ist auch zehn Jahre nach seiner Erstausstrahlung absolut sehenswert. Großartige Darsteller, tolle Sets, tolle Ausstattung und explosive Actionszenen. Dafür gibt es von mir eine klare Empfehlung!

Dienstag, 1. Dezember 2015

Paranormal Activity von Oren Peli

Paranormal Activity (USA 2007) von Oren Peli
Katie und Micah, ein junges Paar, sind gerade in ein Vorstadthäuschen gezogen, um sich dort ein gemeinsames Leben aufzubauen. Mit der Zeit bemerken sie, dass in dem Haus eine übersinnliche Präsenz ihr Unwesen treibt, die sich auf Katie zu konzentrieren scheint. Für Micah ist schnell klar: Es müssen ein paar Kameras her, damit sie der Sache auf den Grund gehen können. Von nun an wird jedes Zimmer im Haus überwacht. Besonders wichtig ist die Kamera im Schlafzimmer, denn was auch immer sie bedroht, kommt gerne zu ihnen, wenn sie beide schlafen...

Paranormal Activity von Oren Peli
Nachdem ich mir vor einiger Zeit einen ganzen Haufen von Filmen, die allesamt "Paranormal irgendwas" heißen (siehe hier, hier, hier, hier, hier, hier oder hier), dachte ich mir, ich kann mir doch gleich das Franchise vornehmen, das dafür verantwortlich ist, dass diese Filme aus der Hölle überhaupt existieren. Heißt also: Ja, ich werde mir die komplette "Paranormal Activity"-Reihe ansehen und sie hier rezensieren. Allerdings werde ich das nicht in so konzentrierter Form machen, wie bei der "Paranormal Edition", sonst können mich am Ende die Jungs mit den Zwangsjacken abholen. Eines kann ich aber jetzt schon sagen: Wenn die restlichen Filme alle so "gut" sind wie der erste, schaue ich mir lieber die oben verlinkten Filme nochmal in Zeitlupe an. Das Elend beginnt hier schon beim Trailer:



Was zur Hölle soll das? Wenn ich mir einen Trailer ansehe, dann will ich Szenen aus dem Film sehen und keine wildfremden Menschen, die sich gerade die Sachen geben, die ich jetzt eigentlich sehen will. Hinzu kommt, dass diese ganze "Guck mal, die fürchten sich, also muss der Film furchterregend sein"-Masche unfassbar billig ist.
(Spoilerwarnung voraus) Kommen wir mal zum Film. Das Setting ist schnell erklärt, Micah baut die Kameras auf....und dann passiert erstmal eine knappe Stunde lang gar nichts, außer dass hin und wieder die Schlafzimmertür ominös knarzt. Fast könnte man glauben, dass die Aufnahmen, die unser dynamisches Duo beim Schlafen zeigen, in Echtzeit präsentiert werden, so sehr zieht sich dieser Film.
Wenn dann endlich etwas passiert, wünscht man sich aber recht schnell die Langeweile zurück. Da werden "Ermittlungen" angestellt, die allesamt ins Nichts führen, da tauchen "Experten" auf, die absolut gar nichts zur Handlung beitragen (bzw. gleich nach Betreten des Hauses mit einem "Oh mein Gott, ich sollte nicht hier sein!" auf den Lippen gleich wieder eine Staubwolke sind) und dann kommt ein Ende, das bestenfalls unfreiwillig komisch ist (wie hat Katie es geschafft, dass Micah um die Ecke und genau auf die Kamera im Schlafzimmer fliegt?). Das ganze ist ein einziges filmisches Nichts.
Den Hype, der um diesen Film gemacht wurde, werde ich ebenfalls nie verstehen. Wenn man sich ähnlich "gehypte" Filme, wie zum Beispiel "The Blair Witch Project" oder "Cloverfield", ansieht, dann hatten diese wenigstens eine gute Marketingkampagne und - trotz aller Defizite - eine wesentlich bessere Handlung. "Paranormal Activity" hat einen blöden Trailer und eine Handlung, die zum Davonlaufen wäre, wäre man nicht schon vorher eingepennt. An den schauspielerischen Leistungen kann es auch nicht liegen, denn Micah Sloat und Katie Featherston sind auch nicht viel besser als die Knallchargenparade, die man in den Filmen der oben verlinkten "Paranormal Edition"-Filme zu Gesicht bekommt. Das heißt also, dass man sich hier bei den Dialogen nicht laufend übergeben, sondern "nur noch" wimmernd unter dem Wohnzimmertisch verkriechen will.

Fazit zu "Paranormal Activity"
Dieser Film ist ein Musterbeispiel dafür, warum man den Spruch "Don't believe the Hype" unbedingt beherzigen sollte. "Paranormal Activity" ist der unverdienteste Kassenschlager der jüngeren Filmgeschichte, ein ideenloser, kleiner B-Movie im schlechtesten Wortsinne. Das Einzige, was nach dem "Genuss" dieses Filmes bleibt, ist die Fassungslosigkeit, wenn man bedenkt, wie viele Millionen die Macher mit diesem Mist gescheffelt haben.